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30 (1854) Der Bienenjäger, oder die Eichen-Lichtungen : Roman
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oder mit irgend einem andern Theile des Körpers, wie die Grau-samkeit es den Quälern cingibt, an beiden Stämmen festgebundcn,woraus man diese löst und ihre frühere gerade Stellung wiedereinnchmcn läßt. Der Dulder wird natürlich von dem Boden em-porgeschnellt und die Spannung der Glieder erzeugt den peinlich-sten Schmerz.

Eichcnast näherte sich jetzt dem Korporal, um ihm zu sagen,welcher ausgezeichneten Ehre man ihn zu würdigen gedenke.

Bruder," sagte der ehrgeizige Redner,Ihr seid ein tapfe-rer Krieger. Ihr habt gut gcthan. Ihr habt nicht nur einen unse-rer Häuptlinge gctödtct, sondern auch mehrere unserer jungenMänner verwundet. Nur ein Tapferer vermochte dicß zu thun.Ihr habt uns gezwungen, Euch zu binden, sonst hättet Ihr nochmehrere getödtet. Nicht oft thun Gefangene dieß. Euer Muth hatuns veranlaßt, Rath zu pflegen, w i c wir Euch am besten marter-ten , so daß sich Eure Standhaftigkeit am glänzendsten bewähre.

Nachdem die Häuptlinge sich besprochen, haben sie beschlossen,ein Mann von Eurer Festigkeit müsse zwischen zwei jungen Bäu-men ausgchangen werden. Wir haben die Bäume gefunden undihre Neste abgehaucn. Ihr könnt sie sehen. Wären sic ein wenigstärker, so würde ihre Kraft größer sein, und sie würden Euch mehrSchmerzen verursachen, Eurer also würdiger sein, es sind aber diestärksten jungen Bäume, die wir finden konnten. Wären größereda gewesen, so hätte man sic für Euch gewählt. Wir wünschenEuch zu ehren, denn Ihr seid ein großer Krieger und würdig, gutgemartert zu werden.

Bruder blickt auf diese jungen Bäume. Sie sind schlank undgerade. Wenn viele Hände sic biegen, werden sie sich näher kommen.Wen» diese Hände ablasscn, stellen sie sich wieder in die Höhe.Eure Arme müssen sie znsammcnhalte». Wir wünschten, wir hättenPappuse hier, damit sic ihre Pfeile in Euer Fleisch schössen. Siewürden uns behilflich werden, Euch zu martern. Ihr könnt diese