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30 (1854) Der Bienenjäger, oder die Eichen-Lichtungen : Roman
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Eine halbe Stunde mochte vergangen sein, seit der Missionärsein Leben ausgehaucht hatte, als die Häuptlinge ihre Blicke demKorporal zuwendcten.

Der Ausschub rührte von einer Berathung her, in welcherUngque vorgeschlagen hatte, man sollte eine Abtheilung der Kriegerin das Schloß schicken, um die Familie hcranzubringen und ausdiese Weise alle Blaßgesichter, welche sich in diesem Theile derLichtungen befände», zumal zu vernichten.

Peter wagte es nicht, persönlich diesem Vorschlag entgegenzu-treten, er fand aber Mittel, Krähenfeder zu veranlassen, dieß zuthun, ohne daß er selbst in den Vordergrund trat. Der Potta-wattamie hatte Einfluß genug, um einen solchen Plan zu vereiteln,und es ward beschlossen, diesen einen Gefangenen zu marternund seine» Scalp zu nehmen, ehe man sich den übrigen Weißenzuwendete.

Ungque, welcher durch seine letzten Erfolge in Ansehen zu ge-winnen begann, erhielt abermals den Auftrag, den Gefangenenmit den Absichten der Indianer bekannt zu machen.

Bruder," begann Ungque, oder das Wiesel, und stellte sichunmittelbar vor den Korporal,ich bin im Begriffe, zu Euch zusprechen. Ein kluger Krieger öffnet sein Ohr, wenn er die Stimmeseines Feindes hört. Er lernt vielleicht Etwas, und cs ist gut fürihn, wenn er es weiß. Es wird gut für Euch sein, zu erfahren,was ich Euch jetzt sagen will.

Bruder, Ihr seid ein Blaßgesicht, und wir sind Indianer.Ihr wünscht, unsere Jagdgründe zu erhalten, und wir wün-schen, sie zu behalten. Um sie zu behalten, ist es nöthig, daß wirEuer» Scalp nehmen. Ich hoffe, Ihr seid bereit, ihn uns zuüberlassen."

Der Korporal kannte die indianische Sprache nur unvollkom-men, er verstand aber Alles, was man ihm bei dieser Gelegenheitsagte. Seine Lage schärfte seine Sinne, und er verlor keine Sylbe