„Wenn die Blaßgcfichter den Sohn ihres großen Geistes ge-tödtct haben, warum sollten wir Anstand nehmen, sie zn tobten?"fragte das Wiesel mit einem boshaften Nachdrucke, denn er sah, wieschmerzlich Peter nun dadurch berührt werde, daß dessen eigenePläne in vollem Maaßc verwirklicht werden sollten. „Ich sehekeinen Unterschied. Dieß ist ein Medizin-Priester, in dem Wigwamist ein Medizin-Bicncnjäger, und der Krieger dort kann ein Medi-zin-Krieger sein. Wir wissen dieß nicht. Wir sind arme Indianer,die nur wenig wissen. Nicht so bei den Blafigesichtern. Sie spre-chen mit den Bienen des Zauberers, und wissen Alles. Wir wer-den bald nicht Raum genug haben, um auch nur ein Moschnsthier-chen zu fangen, wenn wir die Fremden nicht vernichten. Der Ma-nitou hat uns diese gegeben, wir wollen sie tobten!"
Da sich diesem Vorhaben Niemand kräftig widcrsctzte, wardie Frage bald entschieden, und Ungque erhielt den Auftrag,den Gefangenen den Ausspruch des Rathes mitzutheilcn. EineAusnahme wurde jedoch zn Gunsten des Medizin-Priesters zn-geftanden.
Die Absichten des Missionärs mußten Allen als feindliche er-scheinen, und cs wurde daher beschlossen, er sollte auf eine kleineEntfernung in das Buschwerk umher abgeführt und dort ohne jedenVersuch, ihn zn martern oder seine Leiden zu vermehren, gctödtetwerden. Auch ward als ein Zeichen besonderer Achtung bestimmt,Niemand dürfe seine Hirnhaut berühren.
Als Ungque und seine Begleiter den Missionär zu dem bestimm-ten Platze führten, lud Jener den geheimnißvollcn Häuptling bos-haft ein, ihnen zu folgen. Dieß geschah einfach, weil das Wieselsah, dieß würde dem so verhaßten Mann unangenehm sein, — anskeinem andern Grunde verhaßt, als weil er einen Einfluß besaß,um welchen er selbst buhlte.
„Mein Vater wird einen erfreulichen Anblick haben," sagteder heimtückische „Wiesel", während er an Petcr's Seite der er-Der Biemuijägcr. 30