Druckschrift 
30 (1854) Der Bienenjäger, oder die Eichen-Lichtungen : Roman
Entstehung
Seite
463
Einzelbild herunterladen
 

Es ist Zeit, daß wir anfangen sie zu tödtcn, wie sie ihren großenGeist getödtet haben. Die Inden thatcn dieß. Mein Bruderwünscht uns glauben zu lassen, der rothe Mann sei ein Jude. Stein,der rothe Mann hat dein Sohne des großen Geistes nie ein Leidangethan. Er würde ihn als einen Freund aufnehmen und alseinen Häuptling behandeln. Verflucht sei die Hand, welche sich er-hebe, ihn zu kränken. Diese Ueberlicferung ist eine weise Uebcrlie-fernng. Sie berichtet viele Dinge. Sie sagt uns, die Indianerseien keine Inden. Wir haben nie den Sohn des großen Geistesgekränkt. Sic sagen uns, der rothe Mann habe stets auf seinenJagdgründen gelebt und sei nicht von der ausgehenden Sonne hier-her gekommen. Sie sagen uns, die Blaßgcsichter seien nicht werth,daß sie leben. Sic sind zu schlecht. Mögen sie sterben!"

Ich will eine Frage stellen," sagte Peter.Diese Uebcrliefe-rnng ist nicht neu. Ich habe sie schon früher gehört. Ich hatteihr das Ohr nicht ganz geöffnet. Ich hielt nicht viel auf sic. Sicist jetzt tiefer in mein Herz eingedrungen und ich wünsche mehr da-von zu hören.

Warum hat der Sohn Gottes die Juden nicht getödtet?Warum hat er zugegeben, daß die Juden ihn tödtcten? Will meinBruder mir dieß sagen?"

Er kam auf die Erde," sagte der würdige Geistliche,umfür die Menschen zu sterben, deren Sündhaftigkeit so groß war, daßder Gerechtigkeit des großen Geistes ein geringeres Opfer nicht ge-nügen konnte. Warum dieß so ist, weiß Niemand. Es ist genug,daß es so sein sollte. Statt seinen Henkern und Mördern zu flu-chen und sie zu verderben, starb er für sie, er starb, indem er übersie, ihre Frauen und Kinder den Segen für alle künftigen Zeitenhcrabrief. Er hat befohlen, wir sollten denen Gutes thun, welcheuns schaden."

Peter wendete dieser Antwort die gespannteste Aufmerksamkeit