Druckschrift 
30 (1854) Der Bienenjäger, oder die Eichen-Lichtungen : Roman
Entstehung
Seite
458
Einzelbild herunterladen
 

-458

Tages gehen, und es liegt nichts daran, wann es geschieht. Wirmüssen alle denselben Pfad gehen. Ich glaube nicht, daß der Ma-nitou dort Stämme von verschiedenen Farben zusammenruft, wiesie hier sich in Schaaren treffen.

Bruder, Ihr seid im Begriffe, zu erfahren, wie sich Alles inWahrheit und Wirklichkeit verhält. Ihr werdet in kurzer Zeitwissen, ob rothe Menschen und Blaßgesichter, und schwarze Men-schen nach dem Tode in demselben Lande leben. Mein Bruder istim Begriffe, dahin zu gehen. Er und sein Freund, dieser Kriegerder Blaßgesichtcr, werden miteinander auf diesem langen Pfadegehen. Ich hoffe, sie werden de» Pfad friedlich zurücklcgeu undeinander nicht beunruhigen. Es wird passend sein, daß mein Bru-der einen Jäger bei sich hat, der Pfad ist so lang, daß er hungrigwerden wird, che er das Ende erreicht. Dieser Krieger versteht es,ein Gewehr zu handhaben, und wir werden ihm seine Waffen mitin das Grab geben.

Brnder, ehe Ihr diese Reise antretet, von welcher nie einReisender zurückkehrt, mag seine Farbe sein, welche sie will, wün-schen wir von Euch ein weiteres über die Liebe für unsere Feindezu hören.

Dieß ist nicht das indianische Gesetz. Der rothe Manu haßtseine Feinde und liebt seine Freunde. Wenn er den großen Geistbittet, auf seine Feinde zu blicken, so bittet er ihn, zürnend auf siezu blicken. Das haben unsre Väter uns gelehrt, und das lehrenwir unsre Kinder.

Warum sollen wir die lieben, welche uns Haffen? Warumsollen wir denen Gutes thun, welche uns verfolge» ? Sagt es unsjetzt, sonst werden wir nie den Grund vernehmen."

Ich will es euch sagen, Peter, und der Herr segne meineWorte so, daß sie eurcHcrzcn sänftigcu und euch Alle zu der Wahr-heit und zu dem Glauben an die Erlösung durch seinen göttlichenSohn führen!