Druckschrift 
30 (1854) Der Bienenjäger, oder die Eichen-Lichtungen : Roman
Entstehung
Seite
451
Einzelbild herunterladen
 

45 l

zu thun pflegt, wenn seine Tätigkeit nicht in Anspruch genommenwird,

Pcter's Anknnft änderte jedoch augenblicklich das Aussehender Dinge. Alle waren rasch ans ihren Fußen, und denen, weichebereits auf der Thalwiesc versammelt waren, schlossen sich andereaus, dem benachbarten Gebüsche an, so daß bald zwei bis drei-hundert rothe Männer im Kreise um die eben angckommcncn Blaß-gesichter gcschaart standen.

Hier," sagte Peter ernst und heftete sein Auge in feindseligemAusdruck auf Eichenast und Ungaue,hier sind eure Gefangenen.Thut mit ihnen nach eurem Gefallen, Die, welche an meinerTreue zu zweifeln wagten, mögen eingestchcn, daß'sie Lügner sind,"

Dieß war keine sehr freundschaftliche Begrüßung, die Wildensind aber an eine freimüthige Sprache gewöhnt. Elchenast schiensich ein wenig unbehaglich zu fühlen, und in Ungquc's Gesichtdrückte sich Unzufriedenheit aus, der Letztere war jedoch ein zuguter Schauspieler, um alle Geheimnisse seiner ränkevollen Seele-durch die Fenster seines Gesichtes durchleuchten zu lassen. WaSden großen Haufen betrifft, so malte sich die Freude auf den glän-zenden, rothcn Gesichtern, und wildes Entzücken strahlte in ihrenAugen.

Ein Gemurmel des Beifalles wurde laut, und Krähenfcderredete die Schaar an, welche die zwei hilflosen und bis jetztnur halb beunruhigten Opfer eines so grausamen Vorhabens um-standen.

Meine Brüder und meine jungen Männer sehen jetzt," sagtedieser Pottawattamie,daß der stammlose Häuptling ein indiani-sches Herz hat. Sein Herz ist kein Blaßgcsicht-Herz, cS ist daseines rothcn Mannes. Einige der Häuptlinge haben geglaubt, ersei zu lange in der Gesellschaft der Fremden gewesen, und habedie Ueberlicserunge» unserer Väter vergessen und lausche den schö-nen Worten des Medizin-Priesters. Einige meinten, er halte sich

All"