des Häuptlings folgte. Dieser schlug den Pfad nach der Quellein jenem Thalgrnnd ein, wo die erste nächtliche Berathnng Stattgesunden hatte.
Dieses kleine Thal war etwa zwei Meilen von dem „befestig-ten Shanty" entfernt und, wie bereits angedentet, ein einsamer,abgelegener Platz. Während sie dem Häuptlinge folgend, entlangschritten, konnte der Korporal sich nicht enthalten, seinem Gefährtenzu bemerken, daß er an diesem Gange durchaus keinen Gefallenfinde.
„Wir sollten in Zeiten, wie diese, an unserer Garnison fest-halten, Herr Amen," sagte der wohlmeinende Soldat. „EineGarnison ist eine Garnison, und die Indianer wagen sich selten aneinen gut gebauten und kühn vertheidigten Platz dieser Art. Esfehlte ihnen an Geschütz, ohne welches ihre Angriffe selten furcht-bar sind."
„Warum sprecht Ihr von kriegerischen Vorrichtungen, Korpo-ral , wenn wir uns inmitten von Freunden befinden? Ist Peternicht unser wohlbekannter, wohlbewährter Gefährte, mit welchemwir lange und weit gereist sind? und wissen wir nicht, daß wirunter jenen Häuptlingen, zu welchen er uns führen will, Freundehaben? Der Herr hat mich in diese entlegenen, wilden Gebiete ge-führt, damit ich sein Wort verkündige und seinen Namen predige,und als ein unwürdiger und unnützer Diener würde ich mich er-weisen, wenn ich Anstand nähme, mich denen zu nähern, welche ichzu lehren berufen bin. Nein, nein, fürchtet Nichts. Ich will nichtsagen, baß Ihr Cäsar und sein Glück tragt, wie man sich in altenZeiten auSzubrücken Pflegte, ich sage Euch aber, daß Ihr einemManne folgt, welcher von Gott geleitet wird, und in der Uebcr-zeugung seiner göttlichen Sendung entlang schreitet."
Der Korporal schämte sich, einer so vertrauensvollen Begeiste-rung entgegen zu treten, und ließ keine fernere Einsprache lautwerden. Beide folgten: ihrem Führer, welcher sich weder zurDer Bienenjäger. 29