Pcter hatte seine Geschichte in einer Weise erzählt, welche sienoch furchtbarer erscheinen ließ. Es war eine Wahrheit, eine Ein-fachheit, eine Handgreiflichkeit, wenn wir uns dieses Ansdrucks be-dienen dürfen, darin, welche Alles, was er sagte, in lebendigerWirklichkeit erscheinen ließ.
Der geheimnißvolle Häuptling erhob sich jetzt ruhig, als seisein Geschäft vollbracht, und schritt auf ein kleines Gehölz zu, inwelchem der Missionär und der Korporal sich auf den Rasen gesetzthatten und ihre Vermuthungen über die nächsten Schritte derSchaarcn laut werden ließen, welche in den Lichtungen umher-schwärmte». Der Geistliche war jedoch so von seinem Lieblings-gedanken eingenommen, daß er nicht umhin konnte, sein tiefesBedauern darüber auszudrücken, daß es ihm nicht gelungen, dieWilden von ihrer jüdischen Abstammung zu überzeugen, als Peterzu ihnen trat.
„Ihr müdh — ihr liegen nieder am Hellen Tag , wie krankeSquaw, he?" fragte der Indianer in ziemlich spottender Weise.„Am Besten, aufstehen, so schöner Tag, und gehen mit mir, anderHäuptling besuchen."
„Sehr erfreut, Peter," antwortete der Missionär, und erhobsich munter, „vielleicht habe ich eine neue Gelegenheit, Euer»Freunden die Wahrheit dessen, was ich ihnen gesagt, zu zeigen."
„Ja, Indianer gern Wahrheit hören, hassen, Lüge zu hören.Ihr ihnen Alles sagen können, was sagen wollen. Er auch mit-geheu, he?" sagte Peter, ans den Korporal deutend, welcher sichnicht zu beeilen schien und an der Einladung überhaupt keinen Ge-fallen haben mochte.
„Ich weiß, daß mein Freund folgt," erwiederte der ver-trauensvolle Missionär heiter. „Schreitet voran, Pcter, und wirwerden nicht zurückbleiben."
„Der Korporal zögerte, auf diese Weise aufgefordert, nichtlänger, sondern begleitete Pastor Amen, welcher den Fußftapsen