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achtet nicht auf sie. Er ist weise und hört mir eins seinen eigenenWillen.
„So sollte cs auch mit dem Nathe großer Häuptlinge sei». Ersollte nur auf seinen eigenen Willen hören. Das ist Weisheit. Aufden Willen eines Wiesels hören, ist Thorheit.
„Brüder, ihr habt dieses Wiesel sagen hören, es kenne denStamm nicht, welchem ich entsprossen bin. Wozu solltet ihr dießwissen? Die Indianer waren einst Thoren. Während die Blaßge-sichter ihnen einen Jagdgrund nach dem andern raubten, grubensic die Streitaxt gegen ihre eigenen Freunde auS. Sie nahmen sichgegenseitig die Scalpe. Ein Indianer haßte den andern, — einStamm den andern. Ich gehöre keinem Stamm an, und Niemandhaßt mich meines Volkes wegen.
„Ihr seht meine Haut, sie ist roth. Das ist genug. Ich scal-pirc, und rauche, und spreche, und wandlc auf mühevollen Pfadenfür alle Indianer, und nicht für irgend einen Stamm. Ich habekeinen Stamm. Viele nennen mich den Stammloscn. Es istbesser, diesen Namen zu haben, als ein Wiesel zu heißen. Ich binfertig."
Diese unmittelbar zu den Herzen sich wendende Ansprache hatteeinen so glücklichen Erfolg, daß die meisten Anwesenden glaubten,das Wiesel würde in irgend eine Höhle schlüpfen und verschwinden.Dem war jedoch nicht so.
Ungquc war ein Demagog nach indianischer Weise, und dießist eine Menschenklassc, welche sich nicht so leicht cinschüchtcrn läßt.Statt das Schlachtfeld beschämt zu verlassen, erhob er sich, ummit der Raschheit eines geübten Maulhelden zu antworten, obgleicher dieß mit so viel Demuth und Unterwürfigkeit that, daß seineAnmaßung Niemanden beleidigen konnte.
„Der unbekannte Häuptling hat geantwortet," sagte er. „Ichfreue mich. Ich höre seine Worte gern. Mein Ohr ist stets offen,wenn er spricht, und mein Geist fühlt sich gestärkt.