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30 (1854) Der Bienenjäger, oder die Eichen-Lichtungen : Roman
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diesem Bienenjäger und die, welche er für die Squaw ausgibt, dieScalpe lassen, uns seinen Stamm nennt, werde ich mich freuen.Ich bin ein unwissender Indianer und lerne gern Alles, was ichlernen kann. Ich möchte das wissen. Vielleicht trägt cs dazubei, zu verstehen, warum er uns gestern einen Rath gab, undheute einen andern. Es ist kein Grund dafür da. Ich wünschteihn kennen zu lernen."

Ungque setzte sich jetzt langsam nieder. Er hatte dem Aenßcrnnach mit großer Mäßigung und mit einer so demuthsvollen Be-scheidenheit gesprochen, wie wohl unsere Demagogen sie zu heuchelnpflegen, wenn sie dem Volke von ihren Tugenden sprechen und zugleicher Zeit zu beklagen scheinen, daß sie selbst die niedrigsten inder größten Nation der Erde seien.

Peter sah sofort ein, daß er cs mit einem verschlagenen Neben-buhler zu thun habe, und es ward ihm ziemlich schwer, den glü-henden Unwillen über eine Einsprache von dieser Seite in seineBrust zurückzudrängen. Peter war gewandt und in all' den Kün-sten geübt, welche nöthig sind, um Menschen nach seinem Willen zulenken, er hatte aber ein großes Ziel vor sich, und dieß mußte er-reicht werden. Sein Zweck war die Vertilgung der weißen Rasse,und es gab kaum Etwas, das er nicht gelhan hätte, um diesenZweck zu erreichen.

Jetzt aber hatte znm ersten Male seit vielen Jahren ein Strahlmenschlichen Gefühles sich in die Nacht seiner Brust gestohlen, undunerwartet trat ihm einer von denen entgegen, welche früher soschwer für seine grausamen Plane zu gewinnen waren. Wäre die-ser hier ein Häuptling von einigem Rute gewesen, so würde er dießleichter hingenommen haben, hier aber wagte cs ein Mann aufzu-treten und seine Stimme gegen ihn zu erheben, welcher, so weit erdessen Vergangenheit kannte, nicht das entfernteste Recht hatte, ineinem solchen Rathe den Mund zu öffnen.