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30 (1854) Der Bienenjäger, oder die Eichen-Lichtungen : Roman
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ner und schaute rings umher, als erfülle ihn die Gegenwart sovieler würdigen Krieger mit Ehrfurcht und Bangen, und als zweifleer, ob er eS wagen dürfe, vor diesen bejahrten weisen Häuptlingenzu sprechen. Nachdem er sich der Wirkung dieser schüchternen Be-scheidenheit vergewissert hatte, begann er seine Ansprache.

Man nennt michdas Wiesel," sagte er, bedächtig zö-gernd.Meine Name stammt nicht, wie der meines Bruders, vondem mächtigsten Baume des Waldes her, er stammt von einer ArtRatte her, einem Thiere, das von seinem Scharfsinne lebt. MeinName ist gut. Mein Stamm hatte Recht, als er mir diesen Na-men gab.

Nicht alle Indianer haben Namen. Mein großer Bruder,welcher uns einst sagte, wir müßten den Scalp eines jeden weißenMannes nehmen, und der uns jetzt sagt, wir sollten nicht denScalp eines jeden weiße» Mannes nehmen, hat keinen Namen. DieBlaßgesichter nennen ihn Peter. Es ist ein guter Name. Es istaber ein Blaßgesicht-Name. Ich wünschte, wir kennten den wahrenNamen meines Bruders. Wir kennen weder seine Nation, nochseinen Stamm. Der Eine sagt, er sei ein Ottawa, der Anderebehauptet, er sei ein Jova, Manche halten ihn sogar für einenSiour. Ich habe gehört, er sei ein Delaware, von der ausgehen-den Sonne her. Einzelne cs müssen aber Indianer mit dop-pelter Zunge sein glauben und sagen, er sei ein Chirokese. Ichglaube das nicht. Es ist eine Lüge. Man sagt dleß, um mei-nem Bruder zu schaden. Nur schlechte Indianer können dießsagen. Aber wir bekümmern uns nicht um ihr Gerede. Es istnicht nöthig.

Meine Brüder, ich wollte, wir kennten den Stamm diesesgroßen Häuptlings, welcher uns sagt, wir sollten Scalpe nehmen,und uns dann sagt, wir sollten keine nehmen. Wir würden dannvielleicht begreifen, warum er uns zwei Geschichten erzählt. Ichglaube Alles, was er sagt, ich möchte aber gern wissen, warum