Druckschrift 
30 (1854) Der Bienenjäger, oder die Eichen-Lichtungen : Roman
Entstehung
Seite
407
Einzelbild herunterladen
 

407

im Allgemeinen wurde die letzte Rede merklich besser ausgenommen,als die frühere.

Mau glaubte jetzt zuversichtlich, Peter würde das Wort neh-men. Er that cs aber nicht. Dieser geheimnißvolle Häuptling warnoch nicht vorbereitet zu sprechen, oder er wollte schlau die allge-meine Erwartung reizen, indem er sich zurückhielt. Wenigstenszehn Minuten vergingen in stummem Rauchen, ehe sich ein Häupt-ling, welcherEichcnast" genannt wurde, erhob, um, wie Jederahnte, die Zeit auszufüllen. Der Beifall, welchen Krähenfeder ge-sunden, veranlagte diesen Häuptling, sich desselben Stoffes zu be-mächtigen und die Ansicht des Missionärs von einer andern Seiteanzugreisen.

Ich bin ein Indianer," sagte Eicheuast,mein Vater war einIndianer, und meine Mutter war die Tochter eines Indianers. Allemeine Väter waren rothe Männer und alle ihre Söhne. Warumsollte ich etwas Anderes zu sein wünschen?

Ich habe meinen Bruder, den Medizin-Priester gefragt,und er gestand mir, die Juden seien Blaßgesichter. Dies; hätte ernicht eingestehen sollen, wenn er die Indianer zu Juden machenwollte.

Meine Haut ist roth. Der Mauitou hat meine Väter so ge-malt und ihr Kind wird es nicht wagen, die Farbe wegzuwischen.Wenn die Farbe meines Gesichtes weggewischt würde, wäre ich einBlaßgesicht! Es gäbe nicht Farbe genug, um meine Schaam zubedecken. Nein, ich bin roth geboren, und will als ein Nothhautsterben.

Es ist nicht gut, zwei Gesichter zu haben. Der Indianer istkeine Schlange, die ihre Haut abwirst. Er behält die Haut, inwelcher er zur Welt kam. Cr spielt in ihr, so lange er ein Kindist, er zieht in ihr auf seine erste Jagd, an ihr erkennt ihn der Bärund der Hirsch. Er trägt sie mit sich auf dem Kriegspfade, undseine Feinde zittern, wenn sie sie sehen. Seine Squaw kennt ihn