Druckschrift 
30 (1854) Der Bienenjäger, oder die Eichen-Lichtungen : Roman
Entstehung
Seite
406
Einzelbild herunterladen
 

großen Prairicn, wenn sie oft so viele Scalpe verlieren und dochKrieger herausschicken können.

Ich bin ein Pottawattamie. Meine Brüder kennen diesenStamm. Es ist kein Stamm von Inden, sondern ein Stamm vonIndianern. Es ist ein großer Stamm. Er ist nie verloren gegan-gen. Er kann sich nicht verlieren. Kein Stamm kennt alle Pfadeund alle die besten Wege zu jedem Punkte besser, welchen er zu er-reichen wünscht. Es ist thöricht, zu sagen, man könne einen Potta-wattamie verlieren. Eine Ente verlöre sich eben so leicht als einPottawattamie. Ich spreche nicht für die Ottowas, ich spreche fürdie Pottawattamies.

Wir sind keine Juden. Wir wollen keine Juden sein, undwas wir nicht sein wollen, werden wir nicht sein. Unser Bater,der so weit hergekommen ist, um uns zu sagen, wir seien Juden,und keine Indianer, hat sich geirrt. Ich habe früher nie von die-sen Juden gehört. Ich wünsche nicht mehr von ihnen zu hören.Wenn ein Mann genug gehört hat, behält er seine Ohren nichtgern länger offen. Der Sprecher thnt dann am besten, sich nieder-zusetzen.

Die Pottawattamies haben dem großen Medizin-Priester derBlaßgesichter ihr Ohr verschlossen. Was er sagt, mag von anderenStämmen wahr sein, es ist nicht wahr von den Pottawattamies.Wir sind nicht verloren gegangen. Wir sind keine Juden. Ich binfertig."

Diese Rede wurde allgemein günstig ausgenommen. Die An-sicht, die Indianer seien keine Indianer, sondern Juden, war de-nen, welche gehört hatten, was über diese Sache vorgebracht wor-den, nichts weniger als angenehm, und die Aeußernnge» Krähen-feder's hatten den großen Vortheil, daß sie das allgemeine Ge-fühl über diesen Gegenstand znrückspiegelten. Wo dieß der Fallist, kann man mit geringer Beredsamkeit große Erfolge erringen,