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30 (1854) Der Bienenjäger, oder die Eichen-Lichtungen : Roman
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diese sind aber selten, nnd die allgemeine Mißbilligung ist stets inihrem Geleite.

Der Biencnjägcr war folglich sehr geneigt, Pcter's Plan zuunterstützen. Was Margaret selbst angeht, so hatte sie jedem Ein-sprüche bereits zu Gunsten früherer Gründe ihres Geliebten ent-sagt und war theilweise besiegt, ehe diese Vcrstärkungstruppeu gegensie in das Feld geführt wurden.

Pcter'S Beweggrund wurde vielfach besprochen, da sie Allenicht im Stande waren, tiefer in denselben einzudringcn. Bodenhatte jedoch seine persönliche Ansicht von der Sache und kam auchdem Ziele ziemlich nahe. Er sagte sich, der geheimnißvolle Häupt-ling sei Margaret freundlich zugcthan und wünsche sie so weit alsmöglich von Männern zu entfernen, welche sich dem Wunsche hin-gebcn konnren, sic in ihr Wigwam zu führen, die Ehe war aberdas sicherste Mittel, sie vor einem solchen Unfälle zu schützen.

Dieß war nicht ganz richtig, aber cs kam der Wahrheit dochnahe genug. Peter wollte das Leben des Mädchens retten, ihresanften Reize und ihre freundliche Aufmerksamkeit gegen ihn hattenseine Gunst gewonnen und ihn zu diesem Entschlüsse gebracht. Nichtsschien ihm seine Absichten leichter zu fördern, als wenn sie sich mitdem großen Medizin-Bienenjägcr verbände. Wenn er nach sich ur-thcilcn durste, wagte es gewiß keiner der Indianer, einen so mäch-tigen Zauberer in ihre Rachepläne einznschließen, nnd er selbst wargeneigt, le Bourdon zu verschonen, wenn Margaret frei und wohl-behalten sein Loos theilen dürste.

Was die Zanbermacht des Bienenjägers betraf, so hatte ermanchfache Zweifel, sie konnte für den rothcn Mann gefährlich wer-den, vielleicht auch nicht. Au dieser Beziehung war er in der pein-lichen Bevrängniß der Unwissenheit, und das weite Feld der Ver-muthung war vor seinem Geist erschlossen. Er sah aberdunkel,wie durch ein Glas".

Margaret hätte gern die Feierlichkeit hinausgeschoben, wenig-Der Biciicnmger. 26