in der Arche bei sich gehabt, er nahm mir die Hauptgeschlcchterauf, und dieß mindert die Anzahl sogleich bedeutend. Wenn alleMenschen von Adam hcrstammcn, Bourdon, warum sollten dieHirsche nicht vom Ziegengeschlecht herstammen?"
„Nun, diese Frage wegen der Menschen hat mich schon oft ingroße Verlegenheit gesetzt, Pastor, und ich wüßte kaum, wie ichda antworten sollte. Doch bleiben die Menschen Menschen, woIhr sie auch finden mögt. Laßt sic Heller oder dunkler, größer oderkleiner, behaart oder bcwollt sein, — es sind immer Menschen.Nahrung, Klima, Lebensweise und Achnlichcs mögen die Verände-rungen hervorgcbracht haben, die wir sehen, aber die Ziege, Pastor,hat einen Bart, — das bedenkt!"
„Was ist ans den Tausenden von Sündenböckcn geworden,welche die alten Hebräer in die Wüste geschickt habe» müssen?Das beantwortet mir, Bourdon."
„Ihr könntet mich ebenso gut fragen, was ans den Tausendenvon Hebräern geworden ist, welche geflüchtet sein mögen. Ichglaube, sie müssen seit mehr als tausend Jahren todt sein. Sün-denböcke sind Geschöpfe, an welchen selbst die Indianer keinen Ge-fallen haben dürften."
„Alles dieß ist ein großes Geheimniß, Bourdon, — ein vielgrößeres Geheimniß, als unser Freund Peter, von welchem Ihr sooft gesagt habt, er sei ein unerklärlicher Mann. Da fällt mir ein,— er hat mich beauftragt, einer meiner geistlichen Pflichten beiEuch und Margaret naehzukommen, und ich hätte cs fast vergessen.Nach dem, was er mir sagte, steht cS mit unserer Sicherheit inVerbindung. Ich habe die Ueberzengung, daß sich unter diesenIndianern Leute befinden, welche feindlich gegen uns gesinnt sind,obgleich wir gewiß auch warme Freunde unter ihnen haben."
„Was ist Euch aber anfgctragen worden, das sich auf Bour-don und mich bezieht?" fragte die erstaunte Margaret, welche keineAhnung hatte, in welchem Zusammenhänge alles Dieß stehen könne.