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30 (1854) Der Bienenjäger, oder die Eichen-Lichtungen : Roman
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nicht reizen. Wie konnte er anders, als durch seine Bienen wissen,daß unsre jungen Männer hier seien?"

Diese Frage war nicht zn beantworten, und als die Häuptlinge,gefolgt von der ganzen Bande Krieger, drei bis vier hundert ander Zahl, ans die offene Prairie hcranskamen, wurde denen, welcheihre Rückkehr erwartet hatten, Alles, was sich begeben, kurz aberdeutlich vorgetragen.

Le Bourden benutzte einen günstigen Augenblick, um Margaretmit seiner Lage und seinen Plänen bekannt zn machen, währendPastor Amen und Korporal Flint einen Wink erhielten, welcher siezur Vorsicht mahnte. Der Letztere war bei weitem leichter zu be-handeln, als der Erstere. Das Gewissen des Geistlichen war soungemein empfindlich, daß er, hätte er das Spiel klar durchschaut,welches le Bourdon im Auge hatte, mit Unwilleu jeden Gedankenan Zauberei, als iu daS Bereich der bösen Geister einschlagend, vonsich gewiesen und bekämpft hätte, aber er war so arglos, daß erglaubte, Alles, was hier vorging, stehe im engsten Zusammenhängemit der Kunst, Bienen zn fangen.

Ben Boden war jetzt eine Art Machthaber unter den erstauntenWilden, welche ihn umgaben. Er hatte sie dahin gebracht, anZauberei zu glauben, ein bedeutender Schritt für den, welchem esum die Handhabung despotischer Gewalt zu thun ist. Freilichwußte er kaum selbst, was er nun zunächst beginnen sollte, dasaber war ihm klar, daß er sich in einer Lage befand, aus welcherer sich ans eine oder die andere Weise herauswinden mußte.

Wenn er in diesem Falle nur so glücklich war, wie er esbei seinem frühem Versuche in der Zauberkunst gewesen, konntenoch Alles gut gehen und Margaret im Triumph in die Ansiede-lungen zurückgeführt werden. Margaret war jetzt seine Göttin derFreiheit, und er strebte nach keinem höhcrn Lohn, als nach demGlücke, seine Lebenslage in dem Sonnenschein ihres Lächelns ver-bringen zu dürfen.