Druckschrift 
30 (1854) Der Bienenjäger, oder die Eichen-Lichtungen : Roman
Entstehung
Seite
373
Einzelbild herunterladen
 

373

erweisen, und welche Vorthelle konnte man auf einem Kriegspfadevon einem Manne erwarten, welcher über die Wachsamkeit derBienen zu gebieten vermochte?

Ihr finden Feind eben so gut, wie Freund?" fragte Peter,und der Gedanke, welcher ihn beschäftigte, trat in der Frage zuTag.

Gewiß, dieß macht bei den Bienen keinen Unterschied, siefinden einen Feind eben so leicht auf, als einen Freund."

Dieß Mal kein Whiskey-Quell?" warfKrähcnfeder ein wenigzur Unzeit ein, und in seinem dunkeln Gesichte malte sich ein Arg-wohn , weicher lc Bourdon nicht zusagte.

Pottawattamie, Ihr verficht Medizin-Männer nicht. Durfteich euer» jungen Männern sagen, wo Whiskey umsonst zu findensei? Stellt Euch selbst diese Frage. Hättet Ihr Eure jungenMänner wie wilde Schweine an einer solchen Quelle schwelgensehen mögen? Was hätte der große Medizin-Priester der Blaßge-sichter, welchen Ihr dort draußen stehen seht, dazu gesagt?"

Dieß war ein Meisterstrcich von Seiten le Bourdon's. Bis ansdiesen Augenblick hatte der WhiSkey-Quelle-Handcl schwer ans derWagschale gegen ihn gelastet, jetzt aber war ein rascher Wechseleingctreten, und Alles sprach zu seinen Gunsten. Selbst ein Wil-der ist der Sittenlehre zugänglich, welche uns sagt, der Menschmüsse seine Vernunft ehren und nicht ans gleiche Stufe mit demThiere treten, indem er inFeuerwasser" schwelge, und so sahKrähenfedcr jetzt plötzlich einen zureichenden Grund, den Bienen-jäger mit günstigem Auge, statt mit dem des Argwohns und derFeindschaft anznschanen.

Was das Blaßgesicht sagt, ist wahr," bemerkte Peter, zuseinem Gefährten sich wendend.Wenn er seine Quelle erschlossenhätte, so wären Eure Krieger schwächer geworden, als Weiber. Erist ein wundervoller Medizin-Mann und wir dürfen seinen Zorn