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sie doch — den Eingebornen, welche südlicher gefunden werden,ganz unähnlich — als freie Männer leben und sterben zu wollen.
„Meine Kinder," antwortete der Missionär, „ich kann nichtsagen, was geschehen wird, so fern cs uns nicht in dem WorteGottes mitgetheilt wurde. Ihr wißt, daß die Blaßgesichter einBuch habe», in welchem der große Geist ihnen seine Gesetze mitge-theilt und viele Dinge vorhergesagt hat, welche sich begeben sollen.Einige dieser Dinge haben sich begeben, während dieß von an-dern noch zu erwarten steht. Das Abhandenkommen der zehnStämme war vorher gesagt und ist eingetroffen; ihre Wicderauf-findung aber steht noch bevor, ich müßte denn so glücklich gewesensein, zur Zahl derer zu gehören, welche sie in diesen Lichtungengefunden haben. Hier ist das Buch, cs geht mit mir, wohin ichgehe, es ist mein Begleiter und mein Freund bei Tag und beiNacht, in Glück und in Unglück, im Sommer und im Winter. Andiesem Buch halte ich fest wie an meinem mächtigen Leitstern, dermich durch die Stürme in den sichern Hasen führt. Jede Zeiledarin ist kostbar, jedes Wort ist wahr."
Die Hälfte der anwesenden Häuptlinge hatte vielleicht früherschon Bücher gesehen, während die, welchen jetzt ein solches zumersten Male vor die Augen kam, von dieser Kunst der Blaßgesichter,die sie in den Stand setzte, ihre Ueberliefcrungen auf eine ihneneigenthümliche Weise zu bewahren, gehört hatten. Selbst die In-dianer haben jedoch ihre Chroniken, obgleich sie sich dabei natür-licher Zeichen und einer Art Hieroglyphen statt unseres künstliche-ren Verfahrens bedienen. Auch die Bibel war ein Buch, vonwelchem Alle mehr oder weniger gehört hatten, auf Keinen der An-wesenden hatte sich jedoch bis jetzt ihr Einfluß erstreckt. In derThat würde ein christlicher Indianer, und cs gab deren bereits da-mals schon, so klein auch ihre Anzahl sein mochte, kaum eine Raths-versammlnng besucht haben, welche sich zu Zwecken vereinigte, wiesie hier Vorlagen. Dennoch herrschte eine mächtige, aber in Schran-