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sondern Blaßgesichtcr sind. Vielleicht werden wir glauben, daßunsere eigentlichen Jagdgrüude nicht an den großen Süßwasscr-Secn liegen, sondern unter der ausgehenden Sonne. Vielleichtwerden wir wünschen, in unsere Hciinath zu gehen und diese freund-lichen Lichtungen den Blaßgesichtern zu überlassen, damit sie ihreHütten auf ihnen bauen, wie die Blattern, welche sie uns auch ge-geben haben, ihre Beulen auf unfern Körpern ansetzen.
„Bruder," fuhr er, zu dem Missionär sich wendend, fort:„Bruder, hört! Ihr sagt, wir seien keine Indianer mehr, sondernJuden. Gilt dieß von allen rothen Stämmen, oder nur vondenen, deren Häuptlinge hier sind?"
„Von allen rothen Männern, wie ich ehrlich glaube. Ihrseid setzt roth, aber einst war eure ganze Nation so weiß, wie dasweißeste der Blaßgesichter. Das Klima, die Mühseligkeiten undLeiden haben eure Farbe verändert."
„Wenn das Leiden dieß vermag," versetzte Peter mit Nach-druck, — „so wundere ich mich, daß wir nicht schwarz sind. Wennalle unsere Jagdgründe von Höfen eures Volkes bedeckt sind, wer-den wir, denk' ich, schwarz werden."
Zeichen eines mächtigen Widerwillens wurden jetzt bei den Zu-hörern sichtbar, denn der Indianer hegt gegen Alle, die der er-wähnten Farbe angehörcn, fast dieselbe Verachtung, welche sonstauf dieser unglücklichen Rasse zu lasten scheint. Im Süden hatder rothe Mann bekanntlich einen Sclaven aus den Kindern Afri-kas gemacht, Niemand aber hat bis jetzt aus dem Sohne der ame-rikanischen Wälder einen Sclaven gemacht. Etwas dieser Art istnoch keiner menschlichen Macht gelungen. In früheren Zeiten hatman allerdings Versuche gemacht und einzelne Rothhäute aufdie Inseln geschickt, aber der Versuch erwies sich so erfolglos, daßman den Plan bald aufgab. Wie groß auch die Erniedrigung,die Armuth, die Unwissenheit und die wilde Grausamkeit der ame-rikanischen Indianer unseres eigenen Gebietes sein mag, scheinen