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30 (1854) Der Bienenjäger, oder die Eichen-Lichtungen : Roman
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ken gehaltene Neugierde vor, das große Medizin-Buch der Blaßge-sichter zu sehen, zu berühren und zu untersuchen.

Nickt wenig Aberglauben gesellte sich der Art und Weise zu,wie die Indianer auf dieses heilige Buch schauten, und mehrereder Anwesenden Häuptlinge hatten ihre Zweifel, ob sie es berührensollten, während sic mit Staunen darauf blickten und vor Begierdebrannten, seine Geheimnisse zu ergründen.

Peter nahm das kleine Buch, welches der Missionär empor-hielt, als lüde er Jeden ein. es nach Belieben zu untersuchen. Derschlaue Häuptling hatte cs nie vorher gewagt, dieses geheimnißvolleBuch zu berühren. Sein Nachsinnen über die Mittel, durch welchecs den Weißen gelang, die Eingeborncn von Jahr zu Jahr mehraus ihren hcimatblichen Gebieten zu verdrängen, hatte ihn auch zuder Ansicht geführt, dieses außerordentliche Buch, welches alleBlaßgesichter, selbst die Trunkenbolde in den Forts, zu ver-ehren schienen, dürste die mächtigen Grundstoffe ihrer Machtenthalten.

Wa-wa-nosh war bei dieser Ansicht vielleicht nicht sehr imJrrthum, obgleich die Mehrzahl derer, welche dieses Buch gewöhn-lich in der Hand haben, selbst nicht weiß, warum dieß derFall ist.

Bei der gegenwärtigen Veranlassung sah Peter, wie wichtiges sei, keine Furcht zu zeigen, und er wendete die Blätter linkisch,wie Jemand, dem ein Buch zuerst in die Hand fällt, aber ohneZögern und mit keckem Finger hin und her. Durch die Ungestraft-heit, welche diese Kühnheit begleitete, ermuthigt, riß er das Buchweit auf und hielt es in die Höhe, als wollte er den Seinigcn be-weisen, daß er sich aus dessen Zauberkraft und geheimnißvollcmEinflüsse Nichts mache.

Diese Prahlerei war jedoch mehr Schein, als Wahrheit, dennnie vorher hatte Etwas den Muth und die Selbstbeherrschung die-ses außerordentlichen Wesens so in Anspruch genommen, wie diese