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30 (1854) Der Bienenjäger, oder die Eichen-Lichtungen : Roman
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Ziels viel leichter, als es zuletzt der Fall war, er übersah diegroße Macht seiner Gegner und nahm die Einflüsterungen einerHoffnung, welche mehr Schein, als Gehalt hatte, für Lehren derWeisheit.

Es dauerte einige Zeit, bis die Aufregung der Indianer sichwieder so weit beschwichtigt hatte, daß sie daran dachten, den Mis-sionär zur Wiederaufnahme seiner Rede einzuladen.

Pastor Amen hatte natürlich die Nachrichten vernommen, undfühlte sich dadurch so beunruhigt, daß er nicht sehr geneigt war,fortzufahren. Ais jedoch Peter ihm bedeutete,die Ohren seinerFreunde seien offen", hielt er es für das Gcrathcnste, mit seinenUcberlieferungcn sortzufahren.

Der große Geist, meine Kinder," begann er wieder, und derKreis war von Neuem so ruhig und schweigsam geworden, als wäredie Stille keinen Augenblick unterbrochen gewesen,wählte alsoans den Nationen der Erde eine zu seinem Lieblingsvolke. Ichwerde jetzt nicht dabei verweilen, alle die Wunder ansznzählen,welche diese seine Vorliebe beurkundeten, zuletzt führte er seineLieblinge in ein schönes Land, das von Milch und Honig floß, undmachte sie zu Herren desselben. Von jenem Volke stammte in seinermenschlichen Gestalt Christus her, welchen euch die Missionäre pre-digen und der das Haupt unserer Kirche ist.

So sehr auch die Juden, oder Israeliten, wie wir jenes Volkgleichfalls nennen, von dem Manitou geehrt und begünstigt wur-den , waren sic doch nur Menschen und hatten die Schwächen derMenschen. Mehr als einmal mißfielen sie dem großen Geiste, undzwar in so hohem Grade, daß er fühlbare Strafen ans sie, ihreFrauen und Kinder herabrief. In mannigfacher Weise wurden siewegen ihrer Vergehen und Sünden heimgesncht, und jedesmal be-reuten sie und erhielten Verzeihung.

Als der große Geist endlich ihrer Vernachlässigungen undVerbrechen müde war, ließ er zu, daß ein Heer in ihr Land ein-