308
ausgefragt und erzählte Alles mit hinreichender Klarheit und Um-sicht. Diese ganze schimpfliche Geschichte ist zu neu und zu bekannt,als daß wir sie hier zu wiederholen brauchten. Als der Läufer mitseiner Erzählung fertig war, öffnete sich der Kreis der Häuptlinge,und sie begannen, die große Begebenheit, welche sie gehört hatten,zu besprechen. Einzelne nahmen keinen Anstand, ihre Verachtunggegen die Mnkee's laut werden zu lassen. Drei ihrer stärksten Po-sten waren kurz nach einander und fast ohne Kampf genommen wor-den. Detroit, am besten befestigt und von einem Heere vcrthci-digt, war auf eine Weise gefallen, welche die Schamröthe injedes amerikanische Gesicht jagen mußte, und, wie cs schien, wardie ganze nordwestliche Grenze des Landes, welches dem rothenMann entrissen worden, jetzt seinen Einfällen und Plünderungenprcisgegcben.
„Was hält mein Vater davon?" sagte Bärenflcisch zu Peter,die sich Beide mit einigen der ältesten Häuptlinge abseits unter-hielten. „Machen diese Neuigkeiten sein Herz stärker?"
„Es ist immer stark, wenn diese Angelegenheit vor ihm steht.Der Manitou hat lange düster ans die rothen Männer geschaut,nun aber erheitert sich sein Gesicht. Die Wolke geht vor seinemAntlitz vorüber, und wir können sei» Lächeln wieder sehen. Eswird sich cuern Söhnen zeigen, wie cs sich euern Vätern gezeigthat. Unsere Jagdgründe werden uns gehören, und der Büffel undder Hirsch werden in Fülle in unseren Wigwams sein. Das Feuer-wasscr wird denen nachflicßen, welche es in das Land gebracht ha-ben, und der rothe Mensch wird wieder so glücklich werden, wie eres in vergangenen Tagen war."
Die Hoffnungen und Erwartungen Peters in Bezug auf dieVernichtung seiner Blaßgcsichtfcinde auf dem amerikanischen Fest-lande hatten mit denen der Aufständischen der alten Welt in Be-zug ans ihre stark verschanzten Feinde in Europa ziemlich vielAehnlichkeit, denn ihm, wie diesen, erschien die Erringung des