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facher, als die zwei großen Lehren des Christenthums, — Jederkann sie verstehen und ihre Wahrheit fühlen. Nach ihnen sollen wirGott lieben, — der sicherste Weg, ihm zu gehorchen, — und wirsollen unfern Nächsten lieben, wie uns selbst. Jeder begreift dieß,Jeder kann fühlen, wie gerecht dieß ist und wie viel sittliche Erha-benheit darin liegt. Wenige aber begnügen sich mit dieser Lehredes Erlösers, sie verwickeln sich in Ansichten und Meinungen, welcheden Stempel der menschlichen Phantasie an sich tragen und stellendas göttliche Wort der citeln Ausgeburt ihres Gehirns nach. Wirwollen jedoch damit nicht sagen, daß Pastor Amen sehr unrechtgethan habe, einen Theil seiner Aufmerksamkeit jenem wunderbarenVolke zu widmen, welches von dem Schöpfer so früh zu seinenZwecken auserkoren ward, — das stets eine so große Rolle in derGeschichte der Nationen gespielt hat und, wenn wir die Offenba-rung nicht mißverstehen, seinen Antheil an dem erhabenen Dramader menschlichen Begebnisse noch haben wird.
Die versammelten Häuptlinge fühlten sich von mehr als ge-wöhnlicher Neugierde ergriffen, zu hören, was der Missionär fernerzu sagen haben würde, obgleich cs allen Anwesenden wunderbargelang, jede Aeußerung eines solchen Gefühles, das für schwachund weibisch galt, zu unterdrücken.
Nach einer passenden Pause erhob sich daher Bärenfleisch undthcilte dem Pastor mit, die anwesenden Häuptlinge würden seinenferneren Worten gern lauschen.
„Meine Kinder, ich habe euch eine große Ueberlieserung mit-zutheilen," begann der Missionär wieder, sobald er aufgestandenwar, — „eine sehr große, göttliche Ueberlieserung, — keine, dievon Menschen herrührt, sondern eine unmittelbar von dem Mani-tou stammende Ueberlieserung.
„Peter hat die Wahrheit gesagt, — es gibt nur einen großenGeist, er ist der große Geist aller Farben, und Stämme, und Na-tionen. Er schuf alle Menschen aus demselben Lehm."