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30 (1854) Der Bienenjäger, oder die Eichen-Lichtungen : Roman
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auf eine Frage suchte, welche der Geist stellte, obgleich die Zungesich hütete, sie laut werden zu lassen.

Sobald der Redner jedoch fühlte, daß jener Gedanke seine Wir-kung nicht verfehlt hatte, fuhr er in seiner Rede fort, indem er seineStimme nach und nach kräftiger anschwcllen ließ, wie sein Gegen-stand ihn erwärmte.

Ja," sagte er,der Manitou war sehr gütig. Wer ist derManitou? Hat irgend ein Indianer ihn gesehen? Jeder Indianerhat ihn gesehen. Niemand kann auf die Jagdgründe, auf die Seen,auf die Prairien, auf die Bäume, aus das Wild schauen, ohne seineHand zu sehen. Sein Antlitz ist zu sehen in der Sonne am Mittag,seine Augen in den Sternen zur Nachtzeit.

Hat ein Indianer den Manitou je gehört? Wenn es don-nert, spricht er. Wenn das Krachen am lautesten gehört wird,zürnt er. Manche Indianer haben Unrecht begangen. Vielleichthat ein rothcr Mann den Scalp eines andern rothen Mannes ge-nommen!"

Eine zweite, kürzere und weniger bedeutsame Pause folgte, den-noch war sie ganz geeignet, die Zuhörer von neuem auf das großeUnheil aufmerksam zu machen, das aus den Zwistigkeiten der In-dianer unter sich hervorgehen mußte.

Ja, Niemand ist so taub, daß er die Stimme des großenGeistes, wenn er zürnt, nicht hören könnte," begann Peter wieder.Zehntausend Büffel-Bullen, deren Brüllen sich vereinigt, machenkeinen solchen Lärm, wie sein Flüstern. Dehnt die Prairien, dieLichtungen und die Seeen um das Zehnfache aus, und er kannüberall und von Allen zu gleicher Zeit gehört werden.

Hier ist ein Medizin-Priester der Blaßgesichter, er hat mirgesagt, die Stimme des Manitou reiche bis iu die größten Dörferseines Volks unter der ausgehenden Sonne, wenn sie von dem rolhenMann über den großen Seeen und auf den Felsen, wo die Sonneniedergcht, gehört werde.