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30 (1854) Der Bienenjäger, oder die Eichen-Lichtungen : Roman
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es keine Jagdgründe geben, und wenn wir leben wollen, müssen wirin unserer Fährte still stehen. Wie dicß geschehen kann, soll hierberathen werden. Darum sind wir jetzt beisammen.

Brüder, viele weise Häuptlinge und Tapfere sitzen um diesesRathsfeuer. Mein Auge freut sich, ans sie zu schauen, Otta-was, Chippewaps, Pottawattamics, Menominees, Huronen, undAlle! Unser großer Vater zu Quebeck hat die Streitaxt gegen dieUankees ausgegraben. Der Kriegspfad ist offen zwischen Detroitund allen Dörfern der rothen Menschen. Die Propheten sprechenzu unserem Volk und wir lauschen. Einer derselben ist hier, er istim Begriffe zu sprechen. Die Versammlung wird nur einen Sinnhaben, und es wird der des Gehöres sein."

Indem Bärenfleisch so schloß, setzte er sich eben so ruhig undwürdevoll nieder, wie er sich erhoben hatte, und ein tiefes Schwei-gen folgte. Die Stille war so groß, daß sie, in Verbindung mitden dunkelen Gesichtern, den funkelnden Augäpfeln, welche das Lichtdes Feuers zurückwarfen, der schrecklichen Malerei und den bewaff-neten Händen aller anwsenden Krieger ein Bild darbotcn, welcheseinen weit tieferen Eindruck machte, als Versammlungen in der ge-sitteten Welt gewöhnlich hervorzubringen Pflegen.

Inmitten dieses allgemeinen, aber bedeutsamen Schweigens er-hob sich Peter. Die Krieger holten tiefer Athcm, so daß man eshörte, die einzige Art, wie die allgemein gespannte Erwartungsich kund that.

Peter war ein geübter Redner und verstand cs, auch von denunbedeutendsten Umständen Nutzen zu ziehen. Jede seiner Bewe-gungen war wohl erwogen, seine Haltung höchst würdevoll, selbstsein Auge schien beredt.

Welche Macht wohnt der Beredsamkeit inne! Dieselben Worte,welche sich geschrieben oder gedruckt unbedeutend darstcllen oderganz übersehen werden, erscheinen in dem mündlichen Vortrage, vonden Gefühlen der Theilnahme und der Erregung der großen Menge