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30 (1854) Der Bienenjäger, oder die Eichen-Lichtungen : Roman
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haut hört auf diesen Häuptling, und so lange er unter uns ver-weilt , ist gewiß nichts zu besorgen. Wir nähern uns jedoch demThalgrund, und müssen uns so geräuschlos wie möglich durchjene Büsche drängen. Ich werde sorgen, daß Stock sich ruhigverhält.

Die Art, wie dieses kluge Thier sich jetzt benahm, war in derThat wundervoll. Stock schien so gut, wie die beiden Männer, zufühlen, wie nothweudig es sei, mit der größten Vorsicht zu Werkzu gehen, und machte nicht den geringsten Versuch, seinem Herrnauch nur um einen Schritt voranzuschreiten. Mehrere Mal ent-deckte er den besten Abstcig und leitete seine Gefährten mit fastmenschlichem Verstände. Nicht der geringste Laut entschlüpfte ihm,sogar das abgesetzte Athmen eines ungeduldigen Hundes ward nichtgehört, als ob das Thier wüßte, wie nahe es den wachsamsten undschärfsten Ohren der Welt sei.

Mittelst der größten Vorsicht gelang es endlich dem Bicnen-jäger und dem Korporal, einen Platz zu erreichen, wie sie ihn ebenwünschten. Diese Stelle war nur wenige Fuß von dem Saumedes Gehölzes, aber völlig versteckt, während kleine Oeffnungensie in den Stand setzten, Alles zu sehen, was sich vor ihnenbegab.

Ein gefallener Baum in den Lichtungen des Michigan eineziemlich seltene Erscheinung bot ihnen nicht nur einen Sitz,sondern diente auch, sie noch besser zu verstecken. Stock ließ sichan seines Herrn Seite nieder und verließ sich hinsichtlich dessen,was vorging, auf andere Sinne, als das Auge, denn er konntevon Allem, was sich vornen begab, nichts sehen.

Sobald die beiden Männer ihre Sitze eingenommen hattenund um sich zu blicken begannen, mischte sich ihrer Neugierde einGefühl des Schauers bei. Der Anblick, welcher sich ihnen darbot,war in der That so merkwürdig und auffallend, daß selbst der Un-erschrockenste einem solchen Eindrücke schwerlich entgangen wäre.