Druckschrift 
30 (1854) Der Bienenjäger, oder die Eichen-Lichtungen : Roman
Entstehung
Seite
288
Einzelbild herunterladen
 

288

Wenn wir auf den Feind stoßen, wird es Eure Pflicht sein, solange als möglich auf der Front zu scharmützeln, und dann werftIhr Euch aus Eure Reserve zurück. Ich werde mich vorzüglich ausmein Baggonet verlassen, denn dieß ist das beste Werkzeug, umeinen Indianer zu werfen, und während er vor meinem Angriffezurückweicht, müssen wir ihn mit Pulver und Blei möglichst warmhalten. Da wir keine Reiterei haben, kann der Hund sich vor derFront und auf den Flanken nützlich erweisen."

Pah, pah, Korporal, Ihr laßt Euch von Euern kriegerischenGelüsten ebenso rasch fortreißen, wie Pastor Amen sich von seinenAnsichten in Betreff der verlorenen Stämme sortrcißen läßt. Nachmeinem Bedüuken werden wir in diesen Lichtungen, bevor noch derSommer vorüber ist, mehr Stämme finden, als wir zu sehenwünschen. Laßt uns dem Hunde folgen und cs wird sich zeigen,was er aufstöbert."

Man folgte Stock, und die Richtung, welche er einschlug,führte zu einem entlegenen Punkt in den Lichtungen, wo dieBäume nicht nur viel dicker als gewöhnlich waren, sondern wo einkleiner Bach, welcher sich in den Kalamazoo ergoß, von dem nahenhöhern Land durch eine Schlucht floß, um sich mit der Hauptaderaller benachbarten Gewässer zu vereinigen.

Der Bienenjäger kannte diese Stelle sehr gut, denn er hatteseinen Durst oft an diesem Bache gestillt und seine Stirne in demdichten Schatten dieser Schlucht gekühlt, wenn er sich lange in denoffenen Gründen umhergetrieben hatte.

Man konnte auf viele Meilen um Honigschloß keine Stellefinden, welche ein so sicheres Versteck, so angenehme Kühlte undsolch' reines Wasser bot. Die Bäume bildeten ringsum eine Artgeräumigen Doms, und wenn man das Ufer entlang in die Tiefeder Schlucht niederstieg, gab das volle, üppige Laubwerk einenundurchdringlichen Vorhang ab.

Sobald le Bourdon sah, daß der Hund der großen Quelle,