Halb-Trabe anhielt nnd dem Bicncnjägcr ernst in das Gesicht sah.— „Mehr Blaßgesicht-Krieger als rothe Männer?"
„Mehr! -— Ah, tausendmal mehr, Ehippcwa. Wenn Ihreinen Krieger ausstellt, können wir tausend ausftellen."
Dieß war vielleicht nicht der strengen Wahrheit gemäß, ent-sprach aber vollkommen der Absicht, den Ehippcwa auf das Nutzloseder Pläne Peter's aufmerksam zu machen, und trug, neben seinerfrühem Vorliebe für die M»kees, dazu bei, ihn in dem entschei-denden Augenblicke, welcher herannahtc, auf der rechten Seite zuerhalten.
Das Gespräch spann sich ziemlich in derselben Weise fort, bissie mit ihrem Bärenflcische das Shanty erreichten, wo die klebrigenmit dem Wildprct bereits mehrere Stunden vorher angekonuncnwaren.
Es muß nicht wenig auffallcn, daß weder die Fragen, nochdas ganze Gehaben des Chippewa irgend eine» Argwohn in demBienenjägcr hcrvorriefen. Im Gegcnthcile, — diesem schien Alles,was vorgegangcn war, ganz natürlich und dem Verlaufe dcS Ge-sprächs angemessen, das den Wilden so zu sagen in eine neue Welteinführte und seinen Geist lebhaft spannte.
Taubenflügel war absichtlich in Allem, was er sagte und that,zurückhaltend, denn er war bis jetzt noch nicht entschlossen, welcherSeite er sich zuwendcn wolle, wenn der große Plan zur Ausfüh-rung kommen sollte. Er hegte den bei einem rothen Manne natür-lichen Wunsch, das Unrecht, das an seiner Rasse begangen worden,zu rächen, allein dieser Wunsch lebte in ihm in einer durch seinenVerkehr mit den Uankees und seine Anhänglichkeit an Einzelne sehrgemilderten Form. Wie jedoch dieser junge Krieger den Standder Dinge nach seinen wilde» Begriffen in das Auge faßte, schienihm ein Ausweg möglich, demzufolge er den Eanadiern Scalpeabnahm, während Peter nnd seine Leute nach Belieben mit denAmerikanern verfuhren. In diesem wirren Geisteszustände befand