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30 (1854) Der Bienenjäger, oder die Eichen-Lichtungen : Roman
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273
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war, welcher der Wahrheit so viel näher kam, als der Peter'S,wahrscheinlich lag der Grund darin, daß er lange in so innigemVerkehre mit den Weißen gelebt hatte.

Der Bienenjäger hatte von Natur die Gabe der Beobachtung,und seine Lebensweise und sein Berns mußten diese steigern undschärfen. Hätte Margaret keinen so mächtigen Einfluß auf ihn aus-geübt, so würde er in dem Benehmen des Chippewa längst Manchesgewahrt haben, das sein Mißtrauen rege machen mußte, nicht alsob Margaret sich in irgend einer Weise bemüht hatte, ihn gegendas, was vor seinen Augen vorging, blind zu machen, aber er be-gann allmählig nur Augen für sie zu haben.

Seine Gedanken waren jetzt wachend und träumend nur mitihr beschäftigt, und wenn sie nicht wirklich vor ihm stand durchihre Schönheit ihn bezaubernd, durch ihre unbefangene Heiterkeitihn belebend, durch ihre unschuldige, gute Laune ihn begeisternd, glaubte er, sie vor sich zu sehen, und die Phantasie steigertevielleicht noch alle die Vorzüge, welche ihm inne Lohnten.

Wenn die Liebe sich eines Mannes wahrhaft bemächtigt hat,denkt er selten an etwas Anderes, als an die Erreichung seinerWünsche. So war es auch bis auf einen gewissen Grad mit leBourdon, welcher Dinge unbeachtet an sich vorübergehen ließ, dieer vor seiner Bekanntschaft mit Margaret nicht nur nicht übersehenhaben würde, sondern die ihn wahrscheinlich zu raschem, entschlos-senem Handeln veranlaßt hätten.

Unter dem, was unser Held auf diese Weise übersah, war auchdas Benehmen des Chippewa. Peter hatte langsam, aber sicher,diesen Indianer in sein Netz zu ziehen gewußt, dessen Ansichtenvon Grund aus umgewandelt und ihn gelehrt, in jedem Blaßgesichteinen Feind zu sehen.

Diese Aufgabe war keine leichte, denn Taubenflügcl hatteneben seiner allgemeinen Hinneigung zu den Uankee's, das Er-gebniß bloßen Zufalls, eine wahre, innige Anhänglichkeit an

Der Bienenjäger. 18