seines erhabenen Sohnes bewirkten Sühne ausbreitet, hatte Peterkeine Vorstellung, auch würde sein beschränkter Sinn wahrscheinlichdie richtige Ansicht nicht erfaßt haben, wenn er selbst diese allge-meine Richtung der Dinge eingeschen und verstanden hatte. Fürihn waren die Blaßgcsichtcr nur räuberische Eindringlinge, nichtaber Geschöpfe, welche dem großen Gesetz ihrer Bestimmung ge-horchten, deren Endziel ohne Zweifel dahin geht, die Erkenntnißzu fördern, bis sie „die ganze Erde erfüllt, wie die Gewässer dieSee bedecken". Fast unauslöschlicher, stets reger Haß schien dasGesetz des Daseins dieses Mannes zu sein, und der Förderung sei-ner beschränkten, kurzsichtigen Rache widmete er all' sein Streben,all' sein Denken und Thun.
In all' diesem handelte er gemeinschaftlich mit Tecumthe unddessen Bruder, aber seine durchtriebene List umgab ihn mit einemgeheimnißvollen Schleier, während jene als offene, thätige Feindesich ankündigten und auftratcn. Keine Druckschrift spricht von die-sem Peter und kein Redner zählt seine Eigenschaften auf, währenddie beiden anderen Häuptlinge Dichtern wie Bialern zum Gegen-stand ihrer Kunst dienten.
Mit jedem dahin schwindenden Tage wurde das Gefühl desMißtrauens in der Brust des Bienenjägers schwächer und schwächer,und es gelang Peter allgemach, sich auch in sein Vertrauen einzu-schleichen. Dieß geschah, ohne daß der Indianer cs nur zu wollenschien. Er ließ keine Freundschastsversichernngen lant werden, gabkeine besondere Aufmerksamkeit kund und schien sich nie darum zubekümmern, wie seine Gefährten sein Benehmen bcurthcilten. Erverschloß seine geheimen Absichten allerdings sorgfältig in seinerBrust, sonst aber hätte selbst der, welcher seine Pläne und Zweckekannte, nicht das entfernteste Zeichen einer Falschheit entdecken kön-nen. Seine Kunst war so vollendet, daß sie Natur zu sein schien.Taubenflügel allein ahnte die Gefahr, welche sich an die Gesellschaftdieses Mannes knüpfte, und er ahnte sie nur in Folge gewisser