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30 (1854) Der Bienenjäger, oder die Eichen-Lichtungen : Roman
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war dieß anders. Da gab es keinedoppeltgespaltete Zungen",welche die Wahrheit an die Stelle der Lüge setzten, oder, wenn essolche gab, glaubte man ihnen nicht. Die hier anwesenden Potta-wattauües wußten Alles, was Tcemnsch *) anging, und auch dieWeißen hatten manchfache, ausführliche Kunde von ihm. DieserShawance-Häuptling war lange bei ihnen thätig gewesen, undsein Einfluß hatte sich weit und breit unter ihnen ausgedehnt. Erwar ein kühner, ruheloser, scharfblickender Krieger, vielleicht ver-stand er sich auf die Kunst des Krieges, wie er unter den rotheuMännern geführt ward, besser, als irgendeiner der damals lebendenIndianer. Sie kannten auch den Namen und die Person seinesBruders Elkswatawa**), des Propheten, dessen Namen in dieGeschichte jener Zeit verflochten ist.

Diese zwei Häuptlinge waren sehr mächtig, obgleich sie kaumbei irgend einem Stamme sich regelmäßig aufzuhalten pflegten,Alle aber kannten ihre Abstammung, ihre Lebensgeschichte undihren Charakter so genau, wie sie über Alles, was ihren VaterPukeesheno***) und ihre Mutter Meethetaske****) betras, unter-richtet waren.

Aber mit Onoah war dieß anders. Seine Vergangenheit warebensowohl ein Geheimniß, wie seine Zukunft. Kein Indianerwußte auch nur zu sagen, in welchem Stamme er geboren worden.Das Tolem, welches er auf seiner Brust trug, gehörte keiner jetztauf dem Festlandc lebenden Nation an, und Alles, was mit ihm,seiner Geschichte, seiner Nation und Familie in Zusammenhangstand, war Vcrmuthung und eitle Sage.

Die Indianer sollen Ueberlieferungen haben, welche nur weni-ger Begünstigten mitgetheilt werden, und welche durch sie von einem

') Der Tiger, der zusammengekrümmt auf seine Beute lauert.") Die offene Thüre.

Ich stiege adwärtS.

,«.«) Di, Schildkröte, welche ihre Eier in den Sand legt.