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30 (1854) Der Bienenjäger, oder die Eichen-Lichtungen : Roman
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Geschlechte zum andern sich fortpflanzen. Ein aufgeklärter, gebil-deter rother Mann hat uns erst vor sehr kurzer Zeit persönlich ge-sagt, man habe ihn zum Bewahrer mancher solcher Ucberliese-rungen erkoren und er sei dadurch mit der Geschichte seiner Nassehinreichend bekannt geworden, um zu wissen, daß sie nicht vonden verlorenen Stämmen Israels herrühren, er lehnte es jedoch ab,mehr mitzutheilen. Es ist ganz natürlich, daß man zum Gchcim-niß seine Zuflucht nimmt, wenn man seinen Einfluß ausdehnenwill, so daß wir recht gern glauben, jene Sitte habe wirklich be-standen, wahrscheinlich haben auch Nosenkrcuzer und Freimaurernur darum ihre Zuflucht zu dieser Auskunft genommen, weil mandurch die Phantasie leichter lenkt und herrscht, als durch den Ver-stand.

Peter erfreute sich aller Vorthcile des Geheimnisses. Mansagte, selbst sein eigentlicher Name sei unbekannt, den NamenOnoah sollte er wegen der vielen Scalpe, die er genommen, er-halten haben, Wa-wa-nosh aber, wie er sich auch zuweilen nannte,war eine Benennung, welche ein berühmter Ojebwah als Beweisseiner Gunst auf ihn übertragen hatte, während der NamePeter"offenbar von den Weißen herrührte.

Einige seiner größten Bewunderer gaben zu verstehen, wennman den wahren Namen desStammloscn" erführe, würde jederrothe Mann sogleich mit seinem Ursprünge, seinem frühem Leben,und Allem, was sich auf ihn bezöge, bekannt sein, für diesenAugenblick müßten die Indianer sich jedoch mit dem begnügen,was sie sähen und begriffen. Die Klugheit des Wa-wa-nosh tretein den Berathungen hervor, seine Beredsamkeit überbiete die allerRedner seit Jahrhunderten, und in Betreff seines Eifers, denrothen Mann an seinen Feinden zu rächen, habe man einen hin-reichenden Maßftab in den Scalpen, die er genommen. Mehr alsdich brauchte kein Indianer zu wissen, bis die Sendung diesesOrakels und Häuptlings erfüllt sei.