hier zu bemerken, daß der Ausdruck Garnison (^urrison) in derSprache jener Gegend nicht nur die Truppen, welche einen Postenbesetzt halten, sondern weit öfter den Posten selbst, als dessen Be-setzung bezeichnet. So werden alte, leere, einsame Forts, welche seitlanger Zeit anfgegeben worden und die man verfallen läßt, fastallgemein „Garnisonen" genannt, obgleich vielleicht seit einemViertel-Jahrhundert kein Soldat dort gesehen worden ist. Dießist ein Beweis der wandelbaren Natur unserer Sprache, wie diesesLand deren so viele anfzuweisen hat, und der zufolge man die klei-neren „Flusse" in „Creeks" (Vuchtnngen), „Seeen" in „Teiche",„öffentliche Plätze" i» „Parke" u. s. w. umwandelt.
Während le Bourdon so sehr erschrack, als er den ihm ziem-lich bekannten Namen Onoalss nennen hörte, ließ er seine» übrigenweißen Gefährten nicht die geringste Unruhe gewahren. Hätte manden Indianer „Scalpir-Peter" genannt, würden Dorothea undMargaret wahrscheinlich laut ausgeschrieen oder gar die Flucht er-griffen haben, von dem Namen aber, welchem man diesem gehcim-nißvollen Häuptling bei den Rothhäuten gab, wußten sie nichts.
Diesem Umstande war es daher beiznmessen, daß die Nennungdieses Namens keine allgemeine Erregung zur Folge hatte. DerBienenjäger bemerkte jedoch eine große Veränderung in dem Ge-haben des Chippewa, sobald der Missionär das unheilverkündendeWort hatte laut werden lassen, dennoch schien er nicht zu er-schrecken. Im Gegentheil, Boden glaubte, sei» Freund Tanbcn-flügel schien eher erfreut, denn erschreckt, als er über die Personihres Besuchers Gewißheit erhielt, doch hielt sich der junge Kriegervon jetzt an mehr im Hintergrund, als er bisher gethan hatte, undsein Benehmen schien gefügiger und weniger zuversichtlich, alsfrüher.
Le Bourdon war über dieses nnerwartetete Verhalten seinesFreundes ei» wenig erstaunt, obgleich es geeignet war, seine Be-sorgnisse vor einer unmittelbaren Gefahr zu beschwichtige».