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herrsche dort die Anmuth und feine Sitte eines gebildeten Verkehrs,denn davon hat der Wnnderfcls von Plymouth seinen Kindernnur sehr wenig hinterlassen, und man kann vielleicht nichts Besse-res thun, als von diesem Theile der Familien-Erbschaft ganz zuschweigen, wenn man aber einige Stufen auf der geselligen Leiterherabsteigt und sich in dem Bereiche nmschant, wo es sich blos vondem Verhältniß zwischen Mann und Weib handelt, dürfte es sichfragen, ob man in der weiten Welt die männliche, ruhige, ver-nünftige und weise abgewogene Sorgfalt wieder findet, weiche derGatte in Ncn-England seinem Weibe, der Vater seiner Tochter,der Bruder seiner Schwester in der Regel zu widmen pflegt.
Gershom war ein lebendiges und im Ganzen merkwürdigesBeispiel dieses ehrenvollen Charakterzugs. In seinem nüchternenZustande war er gegen Dorothea stets freundlich und zuvorkom-mend, und für seine Schwester hätte er das Leben gelassen. DieLetztere hatte in der That mehr Einfluß auf ihn, als selbst seineGattin, und durch ihre ernste und zumal liebevolle Zusprache wurdeer häufig von dem Rande des Abgrundes zurückgeführt, in welchener sich so oft zu stürzen geneigt war. Sie wußte ihn durch ein ge-heimnißvollcs Band zu leiten, wenn sie ihn an die Tage der Ju-gend und der unschuldigen Freuden erinnerte, welche sie miteinan-der unter dem väterlichen Dache verlebt hatten, wo Beide in gleicherWeise der Gegenstand der Liebe und Sorgfalt derselben Muttergewesen. Seine Anhänglichkeit an Dorothea war aufrichtigund, trotz seiner Leidenschaft für das Fenerwasser, unwandelbar,aber Dorothea konnte seine Erinnerungen nicht so weit zurnck-sühren, wie die einzige Schwester, welche in derselben einfachenaber behaglichen Hütte den Morgen des Lebens mit ihm verbrachthatte.
Bei der freundlichen Behandlung, an welche Margaret ge-wohnt war, mußte die Lehre des Chippcwa über den Umgang mitSguawen ihre Heiterkeit in hohem Grade ansprcchen, obgleich