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Feinde zu schrecken vermochte, indem er sich als Skelet oder alsTeufel malte, so war es gut, sein Feind konnte ihn durch gleicheMittel schrecke», keinem aber würde es im Traum einfallen, auchnur ein Haar von dem abzuschneiden, was man für das Wimpelseines Scalps nehmen könnte, wenn er die Locke ergriff, gehörtedie Beute ihm, wenn er aber die des Feindes fassen konnte, hieltihn kein Zartgefühl, kein Bedenken des Anstandes ab, nach ihr zugreifen.
In dieser Stimmung kam jetzt Taubenflügel an das Ca-use, wo le Bourdon in einer kleinen vertraulichen Besprechung mitMargaret begriffen war, und gab dem Worte, was seinen Geistbeschäftigte.
„Jetzt gute Zeit, mehrScalp zu nehmen, Bourdon," sagte derChippcwa, in seiner kurzen, gebrochenen Sprechweise.
„Die Zeit ist auch gut, auf Euern eigenen zu achten, Chip-pewa," lautete die Antwort. „Eure Scalplocke ist zu lang, alsdaß Pottawattamie-Augcn sie nicht sehen und scharf darnach aus-spähen sollten."
„Nichts an ihm liegen, — wenn fort, fort, wenn bleiben.Aber immer gut für Krieger, Scalp nach Haus bringen."
„Ja, ich kenne Eure Sitten in dieser Hinsicht, Taubenflügel,die unsrigen sind aber sehr verschieden. Wir gehen dem Schlimm-sten gern aus dem Wege, wenn wir unsere Squawen und Pappusebei uns haben."
„Keine Pappuse hier," erwiederte der Indianer und schautesich um. „Das Eure Squaw, he?"
Der Leser kann sich leicht denken, daß diese Plötzliche Frage dieWangen der schönen Margaret mit hohem Purpur bedeckte, so daßsie zehnmal schöner aussah, als vorher, während selbst le Bourdonbei diesem Verhöre nicht ganz ruhig blieb. Dennoch antwortete ermannhaft, wie es seinem Charakter zustand.