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30 (1854) Der Bienenjäger, oder die Eichen-Lichtungen : Roman
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183
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gedeutet, welch' ein anderes Wesen er, von dem moralischen Ge-sichtspunkte ans, wurde, wen» er eine Zeitlang nüchtern blieb.

Bald gesellte le Bourdon sich wieder zu den Frauen. Marga-ret hatte geweint, sic lächelte aber sreundlich, als sie zu ihm auf-blicktc, und schien weniger an seine Abreise zu denken, als eineStunde vorher. Da der Tag vorrückte und die Wilden nichts vonsich sehen ließen, begannen die Frauen sich von dem Gefühle größe-rer Sicherheit beschleichen zu lagen, und Margaret hielt es nichtfür so nöthig, daß ihr neuer Freund sich entfernte. Er kam aller-dings um den günstigen Wind, aber der See war rauh, und dasGcrathenste schien, noch zu warten. Mit einem Worte, da keineunmittelbare Gefahr vorhanden zu sein schien, sah Margaret dieDinge, wie sie sie zu sehen wünschte, ist dieß doch bei der Ju-gend und Unerfahrenheit ein anderes! Der Bienenjäger ge-wahrte diese Veränderung in dem Gehaben seiner schönen Freun-din, und gab sich der Hoffnung hin, er dürfe sie zu seinen Gunstendeuten.

Der Chippewa hatte während dieser Zeit nur wenig Theil-nahme an der Gesellschaft, der er sich angeschlossen, gewahren las-sen. Der vergangene Abend war fruchtbar an Erregung und Ge-nuß gewesen, und seitdem hatte er nach Lust geschlafen und gegessen.Er war auf Alles gefaßt, was nun kommen konnte, und begannüber Mittel und Wege nachzudenken, wie er sich mehr Scalpc ver-schaffen könne.

Möge der Gebildete sich nicht mit Abscheu von diesen Beweisendes natürlichen Hanges eines amerikanischen Wilden abwenden.Das gefertigte Leben bot und bietet jetzt noch sehr Vieles, das sichweniger entschuldigen läßt, als die Sitte des Scalpirens. Ohneder tausend und einer Sünde zu erwähnen, welche die Gesellschaftentstellen und schänden, dürfen wir nur aus die Art und Weiseblicken, wie in den sogenannten gebildeten Ländern der Krieg ge-führt wird, um unsere Behauptung zu rechtfertigen.