den Reispflanzen war so gering, daß der erste verzweifelte Stoß,welcher Ben seinem Boote gab, hinreichte, ihn hinter dem Reis zuverstecken, ehe die bleiernen Boten ihn erreichten.
Le Bourdon, welcher ans Alles gefaßt war und wußte, daß dieWilden nach dem Spiegel zielen würden, beugte sich weit über denRand des Bootes, zugleich faßte er die Reisstengel und zog seinkleines Fahrzeug „überhand", wie die Seeleute es zu nennen pfle-gen, entlang. Wahrscheinlich rettete er auf diese Weise sein Leben.Während er sich über den Rand des Bootes lehnte, hörte er dasKrachen der Büchsen und das Pfeifen zweier Kugeln, welche hinterihm vorbeizuflicgen schienen. Jetzt war das ganze Eanoe im Schirmeder Pflanzen.
In einem Augenblicke, wie der eben geschilderte, gehen die Be-gebnisse so rasch vorüber, daß die Erzählung ihnen kaum zu folgenvermag. Kaum waren zwanzig Sekunden — von dem Augenblickean, wo Ben seinen Stab auf den Grund gestemmt hatte, um dasEanoe vorwärts zu drängen — vergangen, als er auch schon aufder Luvseite des Reises aus seinem Schirme trat. Hier war ernicht nur durch die Reispflanzen, sondern auch durch die Dunkel-heit völlig geborgen, denn das Licht der beiden Feuer reichte nichtweit genug, um Gegenstände ans dem Flusse zu erleuchten.
Dennoch boten sich neue Schwierigkeiten dar. Als er aus demReise war, drückte der Wind, der noch stark blies, in einem solchenGrad aus das Eanoe, daß er nicht nur dessen weiteres Abtreten vondem Ufer hinderte, sondern cs quer gegen jenes Ufer antrieb. Alsder Bicncnjäger seinen Stab brauchen wollte, fand er, daß er denGrund nicht mehr erreichte. Jetzt versuchte er, das 'Rohr der An-gclrnthe als Ruder zu brauchen, sah aber bald, daß cs das Wassernicht genug faßte, um in dieser Weise dienstbar zu werden. Esward ihm nur in so weit hilfreich, daß er damit das Eanoe, aufeine kurze Strecke hin, entlang des äußern Saumes des Reises hielt,bis er eine Stelle erreichte, wo die Pflanzen sich auf eine beträcht-