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30 (1854) Der Bienenjäger, oder die Eichen-Lichtungen : Roman
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auf den Stand der Dinge in dem Canoe erst in dem letzten Au-genblick aufmerksam ward.

Als er sich jedoch nmwcndete, vergewisserte er sich, daß die zweivornehmsten Häuptlinge sich bis ans zwanzig Schritte genäherthatten, obgleich keiner die Büchse auf ihn auschlug, vielmehr Beidesich sorglos auf diese ihre Waffe lehnten, als hielten sie cs nicht fürnöthig, sofort Gebrauch davon zu machen.

Dieser Zustand der Dinge konnte nicht andauern und le Bour-don nahm seinen ganzen Mulh zusammen, um den entscheidendenSchritt zu thuu. Als er aber nach seinen Rudern blickte, bemerkteer, daß von dreien, die er in dem Canoe gelassen hatte, nicht eineinziges vorhanden war.

Diese vorsichtigen Wilden hatten ohne allen Zweifel die Ge-legenheit wahrgenommen, um jene einfachen, fast unentbehrlichenMittel zur Flucht wegzuschaffen und zn verstecken.

Als der Bieuenjäger sich von diesem Verlust überzeugte, sanksein Muth, und er fiel fast bewußtlos mit seiner ganzen Wucht ausdcu Spiegelsitz des Canocs. Danu überkam ihu eine Art Verzweif-lung, und indem er das eine Ende seines Stabes in den Usersandstieß, drängte er mit einem kräftigen Drucke das Canoe nach hintenund windwärts.

So rasch dieser Versuch, so schnell diese Bewegung war, schie-nen die argwöhnischen Blicke und die bereiten Hände der Häupt-linge nicht Anderes erwartet zu haben. Das Canoe hatte das Ufernoch keine zwei Sekunden verlassen, als auch schon zwei Büchsen-schüsse fielen. Der Knall der Büchsen war eine Kriegserklärung,und ein allgemeines Gellen und das Herzueilen der ganzen Schaarkündigten an, daß die Indianer Kunde von einer Täuschung hatten,die auf ihre Kosten geübt worden.

So rasch auch die beiden vorderen Häuptlinge gewesen, so wa-ren sie doch gegen die reißende Bewegung des Bootes nicht schnellgenug. Die Entfernung zwischen dem Spiegel des Canoes und