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30 (1854) Der Bienenjäger, oder die Eichen-Lichtungen : Roman
Entstehung
Seite
163
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Stab schwingend und allerlei Kauderwelsch vor sich hin murmelnd,schritt er langsam, feierlich seinem Canoe zu.

Als unser Held an dem Baume vorüberkam, ward er gewahr,denu er durste sich nicht umschanen, wenn er sich nicht verrathcnwollte, daß die Häuptlinge ihm folgten, ein Thun, dem er sichnicht wiedersetzen durste, obgleich es alle seine Hoffnungen plötzlichzu vereiteln schien.

Ohne jedoch in Folge dieses widrigen Umstandes langsameroder rascher zu gehen, setzte er seinen Weg fort und schwenkte nurdann und wann seine Angelrnthe nach hinten, um sich zu versichern,daß seine Verfolger ihm nicht auf den Fersen wären. Krähenfederund feine Gefährten blieben aber stehen, als sie auch die erwähnteBodenerhöhung, welche das Canoe verbarg, erreicht hatten, undließen den Medizin-Mann allein weiter schreiten. Diesen Umstandgewahrte le Bourdon, als er sich dreimal im Kreise drehte und da-bei mit seinem Stab gegen den Himmel deutete.

Es war ein ergreifender Augenblick, als der Bienenjäger seinCanoe erreichte. Er konnte sich nicht entschließen, abermal wind-wärts zu schauen, damit die Häuptlinge nicht Verdacht schöpften,und wenn er mit dem Boote vom Ufer abstieß, war vielleicht einefeindliche Büchse nur drei Schritte von ihm schußfertig.

Es war jedoch keine Zeit zu verlieren, denn jeder Verzug vonseiner Seite mußte die Annäherung der Wilden zur Folge haben,mochte nun Neugierde oder Mißtrauen sie heranlocken. Er tratdaher unverweilt in sein leichtes Boot, indem er fortwährend seinenStab schwang und seine Zauberformeln hermurmelte.

Er eilte sogleich in den Spiegel des Canoes, um durch seineWucht das Vordertheil vom Ufer abzuhebeu, sowie um einen aus-reichenden Grund zu haben, daß er sich wendete und nochmalsnach den Indianern ausschaute. So bedenklich war die Lage un-seres Helden, und in so hohem Grade war er selbst erregt, daß er