150
die von reinem Whiskey überfließt, sich bald dringend aufgcfordertsieht, seine Kunst rasch zu bewähren.
Dicß war jetzt der Fall bei le Bourdon, welcher von allenSeiten aufgefordert wurde, die Stelle auzugeben, wo die jungenMänner zu graben anfangen sollten, um den Schatz zu erschließen.
Unser Held wußte, daß seine Rettung lediglich davon abhing,daß er die Rolle, in welcher er ausgetreten war, ruhig fortspielte,und zugleich etwas that, das, für den Augenblick wenigstens, dieUngeduld seiner nun gespannten Zuhörer befriedigte. Als man ihndaher aufforderte, eine Probe seiner Kunst zn geben, ging er nichtnur mit Ruhe und Fassung, sondern mit nicht gewöhnlichem Scharf-sinn an das Werk.
Man wird sich erinnern, daß le Bourdon die zwei FäßchcnWhiskey eigenhändig über den Abhang hatte rollen lassen. Da ereinsah, wie wichtig es war, daß sie gänzlich vernichtet wurden, hatteer aufmerksam zugeschaut, wie sie von dem Rande der Anhöhe zudem Fuße derselben niederrollten, und Dauben, Reife und Bödenzuletzt in dem Bache verschwanden, der unten vorüberschoß. DerZufall fügte es so, daß das halb volle Fäßchcn an einer Stelleplatzte, welche von dem Bache entfernter lag, als die, wo daS volleFäßchcn seinen Inhalt ausgoß. Dieses letztere hielt zusammen, bises über den erwähnten kleinen Felsvorsprung rollte und an dessenFuß, wenige Schritte von dem Bache zersprang, wo der Whiskeythcilweise ausströmte, theilweise mit den Faßstücken von dem Bachausgenommen und in den See geführt wurde.
An der dustreichen Stelle nun, welche den Gcruchsinu derWilden angezogen und in deren Nähe sie ihr Feuer angezündethatten, war der geringere Theil des Whiskey ausgeflossen. LeBourdon folgerte in dieser Weise: wenn ein halbes Fäßchcn Whis-key einen so starken Geruch Hervorbringen kann, muß ein volleseinen noch weit stärkeren Hervorbringen, ich werde daher meine Machtals Medizin-Mann zu bewähren suchen, indem ich für den Augen-