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30 (1854) Der Bienenjäger, oder die Eichen-Lichtungen : Roman
Entstehung
Seite
149
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Bourdon bemerkte, daß er auf keine glücklichere Erklärung hätteverfallen können.

Soldaten nah' und fern, Soldaten nüchtern und trunken, Soldaten mit Scalpcn, oder ohne Scalpe, Alle kennen denPlatz unter diesem Namen. Ihr braucht jedoch nicht mit geschlosse-nen Augen und zugestopften Nasen zu glauben, Häuptling, dennIhr habt die Mittel, Euch von der Wahrheit dessen, was ich Euchsage, zu überzeugen. Kommt mit mir und ich werde Euch zeigen,wo Ihr am Morgen nach der Whiskey-Quelle graben müßt."

Diese Mittheilung erregte eine stürmische Freude unter denWilden, als man der ganzen Schaar den Inhalt auseiuandcrsetzte.Abgesehen von der außerordentlichen, wundervollen Natur einer sol-chen Quelle, welche an sich selbst hinreichend war, die Erwartungrege zu halten und die Neugierde zu befriedigen, war cs ein so be-haglicher Gedanke, einen unerschöpflichen Vorrath des Getränkeszu haben, welches aus den Eingeweide» der Erde floß, daß mansich nicht wundern darf, wenn diese Kunde mit unendlichem Ent-zücken ausgenommen wurde.

Selbst die wenigen Häuptlinge, welche die Art, wie der Whis-key ausgegosscn worden, so scharfsinnig geahnt hatten, wurden durchdes Bienenjägers feierliches und ruhiges Gehaben irre geleitet, viel-leicht theilteu auch sie die Gefühle ihrer Gefährten hinreichend, umsich ein wenig mit der Menge fortreißen zu lassen. Dieser Einflußder Mehrzahl auf unser Thun und Lassen ist eine so gewöhnlicheErfahrung, daß sie kaum einer Erklärung bedarf, unsere Schwächein dieser Hinsicht ist die Quelle vieler Nebel, die das Gemeinwesenüber sich verhängt. Es fehlt nie an Männern, die fähig sind, dieWahrheit zu sehen, aber an solchen, die fähig sind, ihr gegen Ge-schrei und Uebermacht Geltung zu verschaffen.

Man kann sich leicht denken, daß ein Medizin-Mann, von wel-chem man glaubte, er besitze die Mittel, eine Quelle zu entdecken,