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30 (1854) Der Bienenjäger, oder die Eichen-Lichtungen : Roman
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Der Leser denkt sich wohl, in welcher Angst Margaret mittler-weile schwebte, denn sic hatte lc Bourdon an den Baum gleitensehen und konnte das nun folgende lange Zögern nicht begreifen.

Während dieser Zeit waren die Hunde nichts weniger als ruhiguud still. Ihre Herren jedoch, welche gewöhnt waren, sich Nachtsvon Wölfen, Füchsen und anderen Thieren umgeben zu scheu, ach-teten wenig auf die Unruhe ihrer Wächter, welche in ihrem Lagerselten zu knurren aushörten.

Der Bienenjäger war, während er die Fußgelenke des India-ners rieb, wegen der Hunde fast ganz unbesorgt, allein der Chip-pewa war beinahe noch nicht im Stande, aufseinen Füßen zu stehen,geschweige sich mit der frühem Behendigkeit bewegen zu können,als sich eine neue Quelle der Unruhe zeigte.

Die Art, wie die Wilden in der Hütte zusammentraten, unddie Geberden ihres Häuptlings ließen ziemlich deutlich gewahren,daß sie damit umgingen, eine Nachtwache ^mszustelle». Da dieseWache ohne Zeifel ihren Platz in der Nähe des Gefangenen nahm,war der Bienenjäger in Verlegenheit, ob er mit dem Chippewa so-gleich flüchten solle, oder nachdem die übrigen Wilden ihr Lager-ausgesucht hätten.

Er näherte seinen Mund dem Ohre seines Freundes so weit,als dieß möglich war, ohne seinen Kops in den Lichtkreis zu brin-gen, und es entspann sich folgendes Gespräch zwischen le Bourdonund dem Gefangenen.

Seht Ihr wohl, Chippewa," begann der Bienenjäger,derHäuptling sagt einem seiner jungen Männer, daß er die Wache beiEuch übernehmen soll."

Sehen ihn, ganz gut. Machen zu viel Zeichen, um nicht zusehen."

Was glaubt Ihr, sollen wir warten, bis die Krieger schlafen,oder zu fliehen suchen, ehe die Wache anherkommt?"