107
anderem Buschwerk bedeckt, im Ganzen aber waren dieMoorgründcvon sogenanntem „schweren Holze" säst ganz entblößt.
Zwei Seiten des Hügels waren abschüssig, nämlich die, überwelche die Fässer in den See gerollt worden waren, und die gegen-über liegende, welche dem Baume zunächst war, von dem aus leBourdon das Thun der Wilden so lange beobachtet hatte.
Die Entfernung zwischen der Hütte und diesem Baume mochteeine kleine Meile betragen, und der Boden war meistens sumpfig,wenn man jedoch einer gewissen Richtung folgte, konnte man diesesMoor überschreiten. Zum Glücke war der, welcher die Gegendkannte, durch gewisse Bäume und Büsche, welche für den Wanderereine Art Wegweiser abgabeu, selbst in der Nacht in den Stand ge-setzt, dieser Richtung, welche die Flüchtlinge auch eingeschlagen hat-ten, als sie das Shanty verließen, genau zu folgen. Wenn manjedoch diesen Pfad nicht nahm, mußte man einen Umweg von dreibis vier Meilen machen, um von der Hütte zu der Stelle zu ge-langen, wo die Familie eine Zufluchtsstätte gefunden hatte.
Da le Bourdon diesen festen Boden bei Tag überschritten undseinen Pfad vom Baume sorgfältig in das Auge gefaßt hatte,glaubte er, mit Hilfe der eben erwähnten Merkzeichen seinen Wegim Dunkeln finden zu können.
Der Bienenjäger war auf seinem Pfad zu der Hütte bis anden Rand des Moores gekommen, und machte hier einen AugenblickHalt, um nach der Zündpfanne seiner Büchse zu sehen, als er leichteFußtritte hinter sich zu hören glaubte.
Rasch wie der Gedanke wendete er sich um und sah, daß ihmdie schöne Margaret bis hierher gefolgt war. Obgleich die Zeitdrängte, konnte er sich doch nicht von dem Mädchen trennen, ohneihr zu sagen, wie sehr er die Theilnahmc, die sie seinetwegen be-thätigte, zu würdigen wisse. Indem er daher ihre Hand nahm,sprach er mit einer Einfachheit und Wahrheit zu ihr, welche seinemWesen eine Anmuth verliehen, um die ihn der an Höfen Erzogene