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30 (1854) Der Bienenjäger, oder die Eichen-Lichtungen : Roman
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den, wenn auch ich sie verließe? Fast alle ihre Verwandten habensich von ihr gewendet, seit Gershom aus solche Abwege gerieth,und es würde ihr vollends das Herz brechen, wenn ich sie verließ."

Dieß Alles spricht sehr zu Euren Gunsten, schöne Margaret,es ist aber dennoch überraschend ah, dort liegt mein Canoe An-gesichts eines Jeden, der den Fluß herauf- oder herabkommt, dasmuß versteckt werden, mögen Wilde kommen oder nicht."

Wir haben nur noch wenige Schritte zu der Stelle, wo wirden See überschauen können, - gerade dort hinter jener Bosquct-Eiche. Manche Stunde saß ich dort mit meinem Nähzeuge, währendGershom in die Lichtungen gegangen war."

Und wo war Dorchen, während Ihr hier weiltet?"

Das arme Dorchen! Ich glaube, sie brachte die halbe Zeitdrüben an dem Bucheubaume zu, wo Ihr sie zuerst gesehen, undblickte flußaufwärts, ob derBruder noch nicht komme. Es ist schreck-lich für ein Weib einen Müssiggängcr zum Manne zu haben."

»Ich hoffe, dieß wird nie Euer Loos sein, schöne Margaret,und ich glaube, cs kann Euer Loos nicht sein."

Margaret antwortete nicht, obgleich aber der junge Mann mitgedämpfterer Stimme sprach, als er bisher gesprochen batte, muß-ten seine Worte doch gehört worden sein, denn das reizende Mäd-chen senkte die Blicke und erröthete.

Zum Glück hatten sie den Baum jetzt erreicht, und ihre Unter-haltung wendete sich natürlich dem Gegenstände zu, welcher siehierher geführt hatte.

Drei Eanoe's waren zu sehen, sie standen dicht an dem Lande,aber so fern, daß es eine Zeit lang zweifelhaft war, in welcherRichtung sie ruderten. Zuerst sagte der Bicnenjäger, sie hielten nochlangsam nach südwärts ab, da er aber sein kleines Fernrohr stetsbei sich trug, richtete er dieses auf die Boote, und überzeugte sichalsbald, daß die Wilden vor dem Winde ruderten und auf dieMündung des Flusses abhielten.