Dieß war cin sehr ernstes Begebniß. Blüthe eilte, die Ent-deckung ihrem Bruder und Dorchen mitzutheilen, und le Bourdonsuchte sein Canoe auf und sah sich nach einem sichern Versteck fürdasselbe um.
Indem er über die Canoe's verfügte, — denn das von Gershommußte eben so wohl verborgen werden wie sein eigenes, — warMancherlei in Erwägung zu ziehen. Eine hohe Wasserpflanze,welche man wilden Reis nennt, und die wahrscheinlich die gewöhn-liche, durch Pflege noch nicht veredelte Reispflanze ist, wächst indem Theile von Michigan, von welchem hier die Rede ist, an denMündungen und flachen Ufern der meisten Flüsse wild. Dieser Reisfand sich hier in üppiger Fülle, und der Bicnenjäger brachte seinCanoe, welches das von Gershom im Schlepptau hatte, in einenzufällig gebildeten Flußarm, welcher sich durch den Reis in einerWeise wand, daß man kaum ein sichreres Versteck hätte finden kön-nen. Diese „Wasserpfade" waren nicht nur sehr zahlreich, sondernmanchfacher Weise verschlungen, und sobald der Bienenjäger seineCanoe's in Sicherheit gebracht und gefestigt hatte, bestieg er einenBaum und Prägte sich die Windungen dieser engen Durchlässe ein,so daß er bald ein vollständiges Bild ihrer verschiedenen Richtungenvor sich hatte. Nachdem er diese Vorsichtsmaßregeln getroffen hatte,eilte er in die Hütte zurück.
„Nun, Gershom, habt Ihr einen Entschluß gefaßt, was zuthun ist?" fragte der Bienenjäger, als er in die Hütte trat.
„Noch nicht, Bourdon," versetzte der Wäldler. „Blüthe bittetuns, die Hütte zu verlassen, da die Indianer bald hier sein müß-ten, die Frau glaubt aber, sie sei hier völlig sicher, nachdem ichzurückgekommen."
„Dann hat die Frau Unrecht, und die Schwester hat Recht.Wenn ich einen Rath geben darf, so verbergt Ihr Alles, was Ihrhabt, in den Wäldern und verlaßt die Hütte sobald als möglich.Diese Wohnung kann den Späherblicken der Indianer nicht entge-