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30 (1854) Der Bienenjäger, oder die Eichen-Lichtungen : Roman
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schläft, seine Büchse liegt ihm über dem Schooß, und seine Angstvor Wölfen und Bären scheint eben nicht groß zu sein."

Ich seh' ihn," antwortete le Bourdon,und es überraschtmich eben so sehr, als es mir leid thut, ihn hier zu finden. Es istin der That merkwürdig, daß ich gerade jetzt auf meinem Jagd-grnnde so viele Besuche erhalte, während ich bis zum gestrigenTage ganz allein blieb. Man fühlt sich unbehaglich, Waring, wennman so viele Menschen um sich her hat. Nun, nun, ich bin im Be-griffe, abzuzichen, und nach vicrundzwanzig Stunden kann mir all'das gleichgiltig sein."

Der Bursche ist nach seiner Malerei ein Winnebayo," be-merkte Gershom,wir wollen zu ihm gehen und ihn wecken."

Der Bienenjäger hatte nichts gegen diesen Vorschlag einzu-wcnden und gab seinem Gefährten, während sie entlang gingen,zu verstehen, er glaube nicht, daß der Fremde zu dem erwähntenStamme gehöre, obgleich er zugcbe, daß die Sitte des Bcmalensbei diesen Kriegern so allgemein und regellos sei, daß man sich nichtdarnach richten könne.

Das Geschöpf schläft fest," rief Gershom, indem er zehnSchritte von dem Indianer stillstand, um ihn abermals in dasAuge zu fassen.

Er wird nie wieder erwachen," sagte der Bienenjäger feier-lich,der Mann ist todt. Seht, an jener Seite seines Kopfes istBlut, eine Büchscnkugel ist ihm durch die Schläfe gegangen."

Bei diesen Worten schritt der Bicnenjäger hinzu, hob eine ArtSchürze, welche als Zierrath getragen und nachlässig über denKopf ihres frühem Besitzers geworfen worden war, empor und ließdie wohlbekannten Züge Hirschfußes, des Pottawattamie, sehen,welcher vor kaum vierundzwanzig Stunden die Lichtungen verlassenhatte.

Der Krieger war mit einer Büchsenkugel durch die Schläfegeschossen und seines Scalps beraubt worden. Pulverhorn und

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