Bienenjäger auch das ganze Thier nicht an dem Tage, an welchemer es geschossen, heimgebracht hatte, denn der amerikanische Wäld-ler tragt oft seine Beute lieber weite Strecken, als daß er sie indem Walde läßt. In dem letzter» Falle isi sie stets von Raubthie-ren bedroht, welche durch den Geruch des Blutes heraugclockt wer-den. Le Bourdon hielt es für möglich, daß ihnen Wölfe aufstießcn,er hatte aber die Ueberbleibscl des Bockes so hoch gehängt, daß sieaußer dem Bereiche der meisten Thiere der Wildniß waren. Jedervon ihnen war jedoch mit einer Büchse versehen, und Stockhatte, als besondere Begünstigung, die Erlaubniß erhalten, sie zubegleiten.
Die erste halbe Stunde verging, ohne daß sich etwas Unge-wöhnliches begeben hätte. Der Bienenjäger unterhielt sich rück-haltslos mit seinem Gefährten, bei welchem er, zu seiner großenFreude, bei weitem mehr gesunden Menschenverstand fand, als erfrüher gezeigt hatte, und durch den er viele Einzelnheiten über dasThun an und auf den See'n, die Zahl der Schiffe und deren Be-mannung u. s. w. erfuhr, — Nachrichten, welche ihm, wie erglaubte, nützlich werden konnten, wenn er Detroit erreichte.
Unter Gesprächen ähnlicher Art waren die Wäldler bis aufhundert Ruthen von der Stelle gekommen, wo der Bock gefallenwar, als le Bourdon plötzlich auf die Bewegungen seines Hundesaufmerksam wurde. Statt seine gewöhnlichen Kreuz- und Quer-sprünge zu machen und nach allen Seiten hin zu schnüffeln, zogStock vorsichtig voran, senkte den Kops und suchte, so zu sa-gen, den Weg mit der Nase, als wenn ein scharfer Geruch imWinde wäre.
„So gewiß ich Gershom heiße," rief Waring aus, als er undBen Halt machten, um rings umher zu schauen, „dort ist ein Jn-schin. Das Geschöpf sitzt am Fuße der dicken Eiche, dort, mehrrechts vom Hunde, und Stock hat ihn längst gewittert. Der Bursche