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Kugelbeutel waren leer, sonst war nichts genommen worden. DenKörper hatte man sorgfältig in sitzender Lage an einen Baum ge-lehnt, die Büchse über den Schooß gelegt und ihn so inmitten derLichtung gelassen, damit er eine Beute der Raubthiere werde, undseine Gebeine in Schnee, Regen und Sonne bleichten.
Den Biencnjägcr überlics ein kalter Schauer, als er auf diesesfurchtbare Merkzeichen der Gewaltthätigkcit sah, gegen welche selbsteine Wildniß keinen hinreichenden Schutz bieten konnte. Le Bour-don zweifelte nicht, daß Taubenflügel den alten Häuptling erschossenhabe, und dieser Gedanke verdüsterte seine Seele. Obgleich derfeindselige Geist des Pottawattamie ihm selbst Besorgnisse eingc-flößt hatte, wünschte er doch, diese That ungeschehen machen zukönnen. Daß die beiden Indianer ein eifersüchtiges Mißtrauengegen einander hegten, war nicht zu verkennen gewesen, der Bienen-jäger hätte aber nie daran gedacht, daß jenes Gefühl so bald zueinem solchen schrecklichen Ende führen würde.
Als die Wäldler die Leiche untersucht und den Stand derDinge umher in das Auge gefaßt hatten, sprach der Bienenjägersich dahin aus, daß sie die Gegend rasch räumen und in diesementlegenen Gebiete mannhaft Zusammenhalten müßten, nachdem dieFeindseligkeiten unter den Stämmen sichtbar ausgebrochen seien.
Ben hatte den Chippewa liebgewonnen, und bedauerte daherum so mehr, daß er in ihm den Mörder des alten Häuptlings er-kennen mußte. Es war allerdings ein Stand der Dinge denkbar,welcher einen indianischen Krieger nach den Begriffen jener Nationrechtfertigen konnte, wenn er Einen aus einem feindlichen Stammetödtcte, le Bourdon wünschte aber, es wäre nicht geschehen. Alsein Mann von sanfter, friedliebender Gemüthsstimmung, obgleichin seiner eigenthümlichen Weise von höchst leidenschaftlichem Charak-ter, hatte er stets jene Scenen der Gewaltthätigkcit und des Mordesgemieden, welche in den Wäldern und auf den Prärien so häufigVorkommen, und jetzt sah er zum ersten Male die Leiche eines Men-