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30 (1854) Der Bienenjäger, oder die Eichen-Lichtungen : Roman
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diese kleinen Geschöpfe gefahren sein? Sie werden doch nicht er-warten, daß sich der Bauin wieder auf seine Füße stellt?"

Seht Ihr jenen Schwarm dort an dem Saume des Waldes dort drüben, mehr nach Süden hin?" fragte le Bourdon.

Ganz gewiß, ganz gewiß sei/ ich sie, und eine gehörige An-zahl ist's, und sie eilen ab und zu, wie Leute, die bei einemBrande zu löschen bemüht sind. Wenn man diese Unruhe sieht,sollte man fast glauben, es gehe mit ihrem Getränk auf die Neige,wie es mit dem meinigen der Fall ist."

Die Bären sind dort," erwiederte der Bienenjäger ruhig.Ich habe schon früher solch eine Scene gesehen und weiß, was siezu bedeuten hat. Die Bären sind in dem Dickicht, treten aber nichtgern einem so mächtigen Feinde offen entgegen. Man hat mir vonBären erzählt, welche Meilen weit von Bienen verjagt wurden,wenn diese Thierchen in Zorn geriethen."

Alle Welt! Und doch haben sie Pelz genug auf sich für solchekleine Schlangen. Was werden wir aber beginnen, Bourdon?Denn Dorchen und Blütbe müssen diesen Honig kosten. DieHälfte ist mein, wie Ihr wißt, und ich bin nicht der Mann, dergern etwas ausgibt."

Der Bicnenjäger lächelte über die Ruhe, mit welcher Gershomeinen so bedeutenden Theil seines Eigenthums für sich in Anspruchnahm, hielt cs aber in diesem Augenblicke nicht der Mühe werth,einer solchen Erklärung entgegen zu treten. Es bestand eine ArtGrenzgesetz, demzufolge jede Waldbeute unter allen Anwesendengleich vertheilt wurde, wie in Kricgszciten jedes Schiff, das andem Horizonte sichtbar ist, seinen Antheil an den Prisengeldernhat. Jedenfalls hatte der Honig eines einzigen Baumes nichtWerth genug, um deßwegen einen ernstlichen Streit zu beginnen.Wenn mit dem Habhaftwerdcn der jetzigen Beute eine besondereMühe oder Gefahr verbunden war, hatte jeder Theilnchmer natür-lich auch Anspruch aus seinen Lohn.