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30 (1854) Der Bienenjäger, oder die Eichen-Lichtungen : Roman
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verfolgt hatte. Diese Linie führte über die benachbarte Prairie,und es war nicht daran zu denken, den Bienen dorthin nach-zugehen.

Die zweite Biene war aber auch bald bereit, sich davon zumachen, und als sie abschoß, sah le Bourdon, zu seinem großenVergnügen, daß sie dem Punkte auf dem Moor zuslog, in oderüber welchen bereits zwei seiner Gefangenen ihren Weg genommenhatten.

Damit war der Zweifel beseitigt. Wäre der Stock dieser Bienejenseit des Waldes gewesen, so hätte er den Durchschnittswin-kel nicht da, sondern bei dem Stock jenseit der Prairie suchenmüssen.

Der Leser wird einsehen, daß Geschöpfe, welche ihrem Instinkte,oder dem gehorchen, was man bei Bienen Verstand nennen kann,ohne einen sehr wichtigen Grund nie von der geraden Linie in ihremFluge abweichen. So werden zwei Bienen, welche man aus Blü-then, die zweihundert Schritte von einer stehen, fängt, sich aufihrem Heimwege nie kreuzen und erst an ihrem gemeinschaftlichenStocke Zusammentreffen, und da, wo der Durchschnittswinkel ihrergegenseitigen Fluglinie sich findet, da wird auch ihr Stock sichfinden.

Da le Bourdon eben diesen Süßigkeitsbehälter suchte, denktman sich, wie groß seine Freude war, als die Richtung, welchediese letzte Biene nahm, ihm die nöthige Gewißheit gab, daß ihrStock auf jenem Punkte des dichten Waldes sich finden müsse.